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Alt 10.09.2004, 08:23
Volkmar Volkmar ist offline
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AW: Donic Alligator

Zitat:
Zitat von Dr.Block
JUIC Zoran Kalinic und übrigens KEIN Carbon-Holz)
Dann würde mich allerdings interessieren, aus welchem Material die beiden hauchdünnen schwarzen Schichten bei diesem Holz bestehen.

Hier nun der angekündigte Testbericht Alligator ox auf Re-Impact KKS 1:

Um es mal auf den Punkt zu bringen: War der Alligator auf den anderen von mir bisher verwendeten Hölzern in puncto Kontrolle nicht das Gelbe vom Ei, war das auf dem KKS 1 völlig anders: für eine glatte schnelle Noppe Kontrolle pur.

Block auf Topspin:

Mit reinem Gegenhalten mäßiger Unterschnitt, Ball konnte nachgezogen werden. Mit Handgelenksbewegung nach unten wesentlich besser, dann war sehr viel US im Ball, vielleicht nicht so viel wie beim Palio, aber ausreichend.

Was beim Block besonders schön war: Obwohl der Alligator auch auf dem KKS 1 ein schneller Belag war, konnte ich die Länge bei harten Tops ohne große Probleme variieren. Das eröffnete die Möglichkeit, einen Topspin-Spieler durch wechselnde Balllängen aus dem Rhythmus zu bringen, ohne sich nur auf den Unterschnitt im Block verlassen zu müssen. Also Stop-Block ausgezeichnet.

Eine Variante beim Hinhalte-Block, die mir aufgefallen ist: Wenn man es schafft, durch ein besonders weiches Handgelenk (wers kann, die Neubauer-Körper-Zurücknehm-Technik) die Berührung von Ball und Noppe so sanft wie möglich ausfallen zu lassen, war sehr viel US im Block.

Druckschupf: Gut, flach und schnell, aber das war bei einer schnellen Noppe auch so zu erwarten. Gute Länge, wie beim Palio auf den letzten Zentimeter des Tisches plazierbar. Ebenso wie beim Palio: Flugbahnen, die so aussahen, als würde der Ball das Tischende verfehlen, aber dann doch kam. Nach dem Auftreffen fällt der Ball schnell nach unten weg (auch beim Block).

Gegenschupf: Sehr flach und schnell, gut in die Ecken plazierbar, deutlich weniger Flatter als Palio oder Fakir, nach unten wegfallend.

Angriff (Kontern, Noppen-Top): Gut, etwa wie Fakir, wobei die Bälle beim Fakir etwas mehr flattern. Flach und schnell, gute Schnittumkehr bei Angriff auf US und Aufschlag (US und SUS). Gerade bei Seitunterschnittaufschlägen machte das richtig Spaß, die konnten direkt verwandelt werden und hatten sehr "nette" Flugkurven.

Was ich bisher noch mit keiner Noppe konnte (ich habe Palio und Fakir auch mal auf dem KKS 1 getestet, es liegt also nicht am Holz): Zum ersten Mal konnte ich Überschnitt- und leere Aufschläge ankontern. Ein Konter auf einen leeren Aufschlag ergibt natürlich einen leeren Ball, aber auf einen Überschnitt- oder Seitüberschnittaufschlag kommt Unterschnitt bzw. Seitunterschnitt zum Gegner zurück. Diese Bälle landeten oft im Netz, weil der Gegner nicht mir Unterschnitt rechnete bei einer Konter- oder Topspin-Bewegung.

Schuß ok, auf hohe Bälle etwas schwierig, auf halbhohe einfach.

Fazit: Auf dem KKS 1 war der Alligator bei mir bisher am gefährlichsten. Entscheidend ist, daß dieser Belag möglichst nah am Tisch gespielt wird und man die Bälle möglichst früh nimmt.

Gruß, Volkmar
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