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Alt 27.02.2020, 14:51
jimih1981 jimih1981 ist offline
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jimih1981 kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: DER Thread für politisch Interessierte

Der große Unterschied ist, in einer libertären Gesellschaft kann man Sozialist sein in einer sozialistischen Staat kann man nicht libertär sein.

Das Nichtagressionsprinzip ist die Grundlage von der man ansich vieles logisch ableiten kann. Das Prinzip des Selbsteigentums ist eigentlich einfach zu verstehn. Wer würde denn schon verneinen dass der eigenen Körper auch das exklusive Eigentum von einem selbst ist und von keinem anderen. Das die Früchte der eigenen Arbeit dann auch einem gehören und niemand anderem, kann man logisch davon ableiten.

Libertäre würden es sehr wohl zulassen dass Kommunisten ihre eigenen Gemeinschaften binden auch wenn man diese natürlich nur schwer in die eigene Gemeinschaft integrieren könnte. Andersrum ist das auch bei Anarchokommunisten nur selten der Fall und bei etatistischen Kommunisten garnicht. Insofern ja ich gewinn moralisch jede Diskussion mit nem Etatisten.

Das ich pragmatisch denke wie Rothbard sollte eigentlich schon mehrfach erkennbar sein. Das ein Staat nach innen und nach außen möglichst wenig Gewalt anwenden sollte ist doch sicherlich nichts wo jetzt jeder verneinen würde, sogar viele Etatisten würden dem zustimmen.

Die Frage ist was notwendig ist das eine Gesellschaft dauerhaft funktioniert und es möglichst wenige Konflikte gibt und was man tun muss damit eine Gemeinschaft dauerhaft überlebt. Es muss definitv einen Grundkonsens geben und man muss in der Lage seinen sich zu verteidigen.

Toleranz ist ein wichtiger Wert aber die Toleranz von Intoleranz aus Gründen der Political Correctnes ist falsche Toleranz. Man muss aushalten dass jemand anderer Meinung ist dass jemand eine andere Religion hat, dass jemand einen anderen Lebenswandel pflegt, das jemand Alkohol drinkt, Drogen nimmt etc. Was man nicht aushalten muss wenn jemand dazu aufruft dass die eigenen Rechte verletzt werden oder wenn jemand Gewalt anwendet gegen jemand der niemand anderem etwas getan hat.

Imho wenn es schon einen Staat gibt sollte er ein Rechtsstaat sein und kein Gesinnnungsstaat. D.h. Meinungsfreiheit ist auch eines der höchsten Güter die es gibt. Denn wer die Meinung von Andersdenkenden nicht verteidigt der wird feststellen das irgendwann keiner mehr da ist um die eigene Meinung zu verteidigen. Eine freiheitliche Verfassung wie sie die U.S.A. hat ist toll allerdings ein Stück Papier hilft nichts wenn nicht jeder bereit ist die Freiheiten und die Rechte die man von Geburt an hat auch verteidigt. Rechte werden nicht verliehen sondern die hat jedes Individuum von Geburt an. Man könnte auch sagen "God given rights" sofern man religiös ist.

Insofern ich bin nicht derjenige der intolerant ist, das sind andere. Ich will nicht von Intoleranten in meiner Lebensweise eingeschränkt werden nur weil man meint man müsste ggü. diesen tolerant sein bis zur Selbstaufgabe. Gerade die Linken zeigen eben derzeit eben das es nur um Ideologie geht und nicht wirklich um die Klientel die dachte das sie deren Fürsprecher sind. Es geht in erster Linie um die eigenen sozialistischen Ideen durchzusetzen und um die Ideologie der vorgeheuchelten Fremdenlieb und des Selbsthasses. Dabei muss man sich ja erstmal selber respektieren und lieben um zu gleichem bei anderen fähig zu sein.

Wenn ich schon einen Staat akzeptieren muss dann keinen wo Teile die eigenen Bürger bekämpfen weil sie immer noch in der Vergangenheit leben. Man könnte meinen Hitler regiert immer noch das Land. Dabei wäre eben ein postives Selbstbild so wichtig um für andere ein gute Vorbild zu sein. Aber wie ich in dieser Zeit beobachte hat man eigentich nicht wirklich was gelernt aus der Vergangenheit man tut nur so als ob.

Geändert von jimih1981 (27.02.2020 um 15:03 Uhr)