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Alt 07.03.2020, 21:47
Danielson Danielson ist offline
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Danielson ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Danielson ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Danielson ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Fußball Bundesliga Saison 2019/2020

Man möchte sich mit den Vereinen identifizieren - und natürlich haben Vereine mit einer längeren Tradition in dieser Hinsicht ein leichteres Spiel. Aber weder Watzke noch Rummenigge bekleiden ihre Ämter, weil sie vorrangig das Renommee ihrer Vereine mehren wollen - sie sind vorrangig bei den Vereinen, weil sie mit den nationalen und internationalen Erfolgen ihrer Teams ihr eigenes persönliches Ansehen erhöhen wollen. Die Spieler denken nicht anders. Wenn der Verein keinen Erfolg hat, ist seine Tradition den Profis (auf und abseits des Platzes) nicht viel wert. Das ist auf Seiten der Fans etwas anders.

Ich gebe zu, mit einem Verein wie der TSG 1899 Hoffenheim mag ich mich selbst auch nicht identifizieren, auch wenn ich in der Nähe von Sinsheim wohne. Das fühlt sich in Sinsheim im Stadion nicht gut an, alles etwas seelenlos und kommerziell. Aber ich erkenne an, was Dietmar Hopp in der Region alles auf die Beine stellt. In Hoffenheim wird eine erfolgreiche Jugendarbeit betrieben. Erste nationale Erfolge als Jugendtrainer feierten hier Nagelsmann und Tedesco. Die sind in trainingswissenschaftlicher Hinsicht dort immer auf dem neuesten Stand - im Gegensatz zu anderen Vereinen. Ich hatte in meinem vorletzten Sportneigungskurs einen Abiturienten, der es in die zweite Mannschaft der TSG geschafft hat. Ich kann deshalb aus erster Hand davon berichten, dass man in dem Verein nichts einfach schleifen lässt. Ich glaube, ein "genügsamer Praktiker" wie Mehmet Scholl könnte in diesem professionellen Umfeld keinen Fuß auf den Boden setzen.

Und nicht nur in die Jugendabteilung der TSG wird viel investiert. Auch die Vereine in der Region schwimmen gerne in dem Fahrwasser mit. So gibt es zwischen der TSG und anderen Fußballvereinen in der Nähe von Sinsheim- wie der SpVgg Neckarelz (bei Mosbach) - einen regen Austausch und viel Kooperationsbereitschaft. Wenn ein Junge in Nordbaden talentiert ist, wird er mit seinem Talent von den Scouts und Jugendtrainern auch entdeckt und hochprofessionell gefördert. Ohne Hopps Impulse und Sponsoring wäre das gewiss nicht im gleichen Umfang der Fall.

Auf der anderen Seite haben wir die Fankultur, die in Hoffenheim gewiss nicht sonderlich ausgeprägt ist. Soll man das Hopp vorwerfen? In zehn Jahren, wenn die TSG weiter national in der erweiterten Spitze der Bundesliga vertreten sein wird, wird die Diskussion nicht mehr geführt werden.

Geändert von Danielson (07.03.2020 um 21:53 Uhr)
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