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Zitat von Noppenzar
Ich kann aus dem Stegreif jetzt die Literatur dazu nicht mehr finden, aber es gibt Studien, wo Muskellänge, Hebelverhältnisse, und Dominanz jeweiliger Muskelfasern recht genau beschrieben sind. Auch Hormonspiegel, das Auftreten bestimmter Erbkrankheiten, natürliche Fettverteilung etc. sind bei den Ethnien nachweislich unterschiedlich. Dazu kommt noch die Vererbungslehre mit entsprechender Dominanz.
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Unstrittig ist, dass in der NBA schwarze Athleten über mehr Explosiv- und Reaktivkraft verfügen. Mir ist kein weißer Athlet bekannt, der je einen Dunk-Contest gewonnen hat. Und gewiss sind in leichtathletischen Lauf- und Sprungwettbewerben schwarze Athleten dominierend.
Die Anthropometrie (der Körperbau), die Muskelfaserzusammensetzung und die Reaktionsfähigkeit sind von Geburt an festgelegt. Sie lassen sich durch Training nur bedingt beeinflussen.
Zu all dem aber, was Du hinsichtlich der besseren Sprint- und Sprungfähigkeiten von schwarzen Athleten behauptest, gibt es keine wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnisse, sondern nur Theorien, die mehr oder weniger schlüssig sind.
Die Theorie, dass eine besondere Achillessehnensteifigkeit explosive und reaktive Sprunggelenksbewegungen von schwarzen Athleten begünstigt, halte ich am schlüssigsten. Das wurde mir auch so im Studium der Sportwissenschaften vermittelt.
https://www.zeit.de/sport/2016-08/sp...atomie/seite-2
Das erklärt auch unter anderem, warum Schwarze im Schwimmen nicht dieselben Vorteile zu haben scheinen, denn die Sprunggelenksbewegungen haben hier einen geringeren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Zudem: Im Schwimmen kommt es weniger auf Explosivkraft an, vielmehr auf die Kraftausdauer. In Ausdauersportarten wie Triathlon, Ski-Langlauf oder Radfahren scheinen weiße Athleten ebenso keine anthropometrischen Nachteile zu haben. Das spricht auch gegen die Theorien, die eine besondere Muskelfaserzusammensetzung, einen geringeren Fettanteil oder eine bessere Energiebereitstellung bei schwarzen Athleten ausmachen wollen.
Andere Faktoren kommen hinzu, um sportliche Höchstleistungen in konditionell determinierten Sportarten zu erklären: Einer davon ist Doping. Jamaikanische und kenianische Sportler stehen hier nicht im besten Ruf.
Faktoren, die weiter berücksichtigt werden müssen: Rahmenbedingungen, die technische Ausbildung, psychische Fähigkeiten * und taktisch-kognitive Fähigkeiten. Will sagen, es gehört schon wesentlich mehr dazu als gute Gene, wenn man in einer Disziplin in der Weltspitze vertreten sein will.
https://www.neues-deutschland.de/art...under-gen.html
Mit dem Begriff *kognitive Anlagen*, den Du in Bezug auf weiße Spielmacher verwendet hast, mag ich nichts anfangen, denn mit ihm wird suggeriert, dass so etwas wie Spielintelligenz in einer Sportart angeboren sei * und das ist, mit Verlaub, rassistischer Bullshit.
Unter Spielintelligenz in Mannschaftssportarten kann man beispielsweise die Fähigkeiten verstehen, Spielsituationen zu antizipieren, die Taktik des Gegners schnell zu durchschauen, taktisch dem Gegner immer einen Schritt voraus zu sein, die Laufwege und Handlungsmuster der eigenen Spieler zu kennen, situativ im Spiel die richtigen Entscheidungen zu treffen u.a.
Die NBA-Größen Chris Paul oder LeBron James verfügen über eine überdurchschnittliche Spielintelligenz, nicht weil ihnen diese in die Wiege gelegt wurde, sondern weil sie sich diese antrainiert haben.
Das trifft auch auf Fußballer wie Salah, Neymar oder van Dijk zu.