|
AW: Xiom Vega X
Wechsel von Vorhand Vega Pro max und Rückhand Nittaku Fastarc G-1 max auf Vega X max beidseitig. Holz: XIOM Vega Pro (Carbon Holz 5+2)
Die Kombination Vega Pro/Fastarc G-1 spielte ich nun schon 2 Jahre und war bislang auch sehr zufrieden damit, wobei mir beim Fastarc wichtig war, dass er mich zu einer aktiven Rückhand zwang (passiv ist Fastarc schwierig zu spielen, Bälle verhungern), während der Vega Pro einfach der perfekte Vorhandbelag zu sein schien (Viel Spin lineare Geschwindigkeit, kein Katapult).
Gezwungenermaßen musste ich nun wechseln, weil mein Vega Pro Obergummi sich vom Schwamm zu lösen begann (Schlägermitte + Aussenbereich nach nur 2 Monaten). Da ich den Vega X unbedingt testen wollte und bereits in der Schublade liegen hatte, habe ich kurzerhand beschlossen den Test mitten im Saisonfinale durchzuführen.
Die ersten Trainingseinheiten waren vielversprechend und gleichzeitig von Zweifeln erfüllt. Der Belag spielt sich weicher als G-1 und V pro, nimmt im passiven Spiel enorm viel Schnitt an, unterstützt einen wiederum im aktiven Spiel. Seltsamerweise haben meine Topspins zunächst teilweise an Gefährlichkeit verloren, ich führe das auf den Katapulteffekt zurück, der zwar moderat und angenehm daher kommt, mehr Schlaghärte ermöglicht, das aber teilweise auf Kosten des Spins erreicht.
Ein relativ gemischter Eindruck also und bei einigen Schlägen habe ich zunächst nicht verstanden, warum der Belag so enorm Spin annimmt und was an meinen Topspins nicht mehr stimmt. Ich habe weitergemacht, weil die Ergebnisse im Wettbewerb ganz interessant waren: Wenn ich körperlich und geistig einen guten Tag hatte, belohnte mich der Belag mit einer neuen Spielstärke, ich musste mich teilweise wundern, wozu ich in der Lage war. An schlechteren Tagen jedoch gab es das gegenteilige Bild - ich spielte um eine Klasse schlechter als mit meiner vorherigen Belagkombination.
Mittlerweile ist mein Vertrauen deutlich gestiegen, die Topspins sind wieder gefährlicher, weil man mit der Zeit merkt, wie Spinmonster oder Powertopspins mit dem Belag aktiviert werden. Hinzu kommt, dass ich mittlerweile alle Topspin Varianten sicherer spielen kann, als mit meiner vorherigen Kombi.
Der Belag gibt mir viel Sicherheit im aktiven Spiel, hier ist er fehlerverzeihender als VPro und Gegenangriffe/Gegentopspins machen richtig Spaß...
Einzig die Spinanfälligkeit bleibt etwas problematisch, was aber eigentlich nur im passiven Spiel zur Geltung kommt. Wenn der Gegner es schafft mich im passiven Spiel zu halten, was mir z.B. bei Spielern mit sicheren, weichen und spinnigen Topspins passieren kann, macht mir der Vega X Schwierigkeiten. Das sehe ich aber sportlich, es bedeutet nur, dass ich in passenden Momenten aktiv dagegenhalten muss und möglichst aktiv blocken sollte.
Vega Pro und G-1 haben ein ähnlich hohes Spinpotential - je nach Schlagtechnik kann mehr oder weniger rauskommen. Vega X, Vega pro und Fastarc G-1 sind absolute Topbeläge, an denen ich keine Kritik üben möchte - die Stärken/Schwächen sind in unterschiedlichen Bereichen zu finden und physikalisch auch irgendwo logisch.
Für mich ist der Vega X der nächste logische Schritt für mein Spiel. Ähnlich wie G-1 zwingt mich Vega X nun beidseitig zum aktiven Spiel, mit dem Unterschied, dass die Bälle nun nicht mehr verhungern sondern hinter dem Tisch landen, was eine Umstellung erfordert. Mein Angriffsspiel gewinnt an Variabilität, das überwiegt für mich gegenüber der Spinanfälligkeit im passiven Spiel, weil ich sowieso daran arbeiten möchte weniger passiv zu spielen.
Mein TTR Wert liegt momentan bei ca 1650.
Geändert von TT-NEWS Team (14.03.2020 um 00:36 Uhr)
|