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AW: Saison 2020/2021 und Corona
Und was sagt uns das jetzt? Ganz einfach, dass letztlich niemand eine Ahnung haben kann, wie diese Krankheit weiter verläuft. Auch ein Herr Drosten, ein Herr Streeck oder eine Frau Nguyen vermuten nur - wir können jetzt gerne Wetten drauf abschließen, wer am Ende richtig liegt...
So wie ich das sehe, gibt es jetzt ganz viele verschiedene Ansätze, die alle mehr oder weniger (meist mehr) große Schmerzen verursachen:
- der unmögliche Ansatz: alles laufen lassen -> schnell vorbei, viel zu viele Opfer
- der ebenfalls unmögliche Ansatz: alle einsperren, bis ein Impfstoff da ist (falls einer gefunden wird) -> dauert zu lange, Wirtschaft geht kaputt und damit gibt es letztlich noch mehr Opfer (ja, in Leben ausgedrückt)
- langsam durchinfizieren -> wir erreichen damit lediglich, dass unsere Krankenhäuser nicht überlastet werden; diejenigen aus der Risikogruppe, die am Virus sterben, werden also auch mit dieser Lösung sterben; dauert außerdem auch recht lang
- Infektionszahlen runterdrehen und dann alle Infektionen nachverfolgen -> spannender Ansatz; ich befürchte aber, dass wir nach drei Wochen wieder am gleichen Punkt wie jetzt stehen, weil es aus dem Ruder läuft...und letztlich führt dieser Ansatz nur dann zum Erfolg, wenn es irgendwann einen Impfstoff gibt; es ist wahrscheinlich, dass es den geben wird, aber keinesfalls sicher
Was bleibt also? Ich hab keine Ahnung. Was ich aber sicher weiß ist, dass zu lange große Einschränkungen zu extremen wirtschaftlichen Schäden führen, die sich dann auch in Menschenleben niederschlagen. Dazu kommen dann noch die Isolierten, die ihrem Leben ggf. anderweitig ein Ende setzen, die Opfer durch zunehmendes Übergewicht (kein Sport) und zu viel Alkohol (gegen die Langeweile)...und ganz wichtig die vernachlässigten und misshandelten Kinder, die jetzt jeder Kontrolle durch Lehrer, Sport-Trainer und Jugendämter entgehen.
Daher ist rein gefühlsmäßig für mich die Lösung darin zu sehen, dass wir mehr Kontakte als jetzt zulassen - auch in der Schule und auch im Sportverein! Damit steigen definitiv wieder die Infektionszahlen, aber wenn man es gut macht, dann nur bis zu einem Punkt, den die Krankenhäuser bewältigen können. Dass auch dabei Personen sterben wird definitiv so sein. Und auch wenn es nur nüchterne Zahlen sind: Wenn letztlich vielleicht 0,5% der Infizierten sterben (ich gehe nämlich auch von einer sehr hohen Dunkelziffer der Infizierten aus und von zu vielen Fällen, die fälschlich als Corona-Opfer gerechnet werden), dann wären das grob 300.000 Personen. In einem durchschnittlichen Jahr sterben in Deutschland etwa 900.000 Personen...was meint ihr wohl wie groß da die Schnittmenge zwischen diesen beiden Gruppen ist!? Dass da immer Schicksale hinterstehen, ist mir durchaus bewusst.
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