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Bei dem Mettinger TT-Turnier wurde ad hoc eine inoffizielle Turnierklasse, „Zeltplatz-Open“ genannt, nach der Zählweise bis 11 gespielt. In den Gruppen bis 4 Gewinnsätze, im KO-System nur noch 3 Gewinnsätze. Ich habe mitgespielt und finde die Zählweise seitdem für mich persönlich von Vorteil. Zumindest im Einzel ist sie für die meisten Spieler bestimmt nicht so schlimm, wie viele denken. Auch habe ich von keinem anderen Spieler gehört, dass er die Zählweise schlecht fand. Ich meine also eigentlich kein Grund, die Anarchie zu proben oder gar mit dem TT aufzuhören.
Kein Verständnis habe ich für das Verhalten der Funktionäre. Wie hat der DTTB es bloß geschafft, einen einstimmigen Beschluss zu erhalten, gegen die bekannte Meinung der ganz großen Mehrheit? Mit Sicherheit doch wohl nicht mit der schwachen Argumentation in dem Beschlussvorschlag, wonach der DTTB nach der Satzung verpflichtet sei, die Regelung einzuführen. Erstens hat die ITTF ausdrücklich beschlossen, (nur) international die Zählweise zum 01.09.01 einzuführen, zweitens steht die Einführung zum 01.08.01 (sinnvoll!) im Gegensatz zu den internationalen Regeln und führt die Begründung ins Gegenteil. Wenn der DTTB die Zählweise früher einführen kann, kann er sie auch später einführen.
Für mich ist es unverständlich, gegen den Willen der ganz großen Mehrheit die Zählweise „mit der Brechstange“ einzuführen. In einem Jahr, wenn uns die Profis die neue Zählweise näher gebracht hätten und jeder Spieler sich im Training oder bei Turnieren an die Zählweise hätte gewöhnen können, wäre dem DTTB viel Ärger erspart und Mitglieder erhalten geblieben.
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