Es wird ein wenig Off-Topic, ist aber auch wichtig für die Beantwortung der Ausgangsfrage.
Zitat:
Zitat von quazy
Der Blendenwert ist für alle Sensorgrößen äquivalent (OK, es gibt noch kleine Unterschiede, aber das ist jetzt erstmal nicht so relevant), da dieser immer in Relation zur Sensorgröße berechnet ist.
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Jain, Blende wird zur Brennweite berechnet. 50mmf1.0 würde bedeuten, dass die Blendenöffnung einen Durchmesser von genau 50mm hat. Brennweite wiederum ist abhängig von der Sensorgröße und so hat die Sensorgröße indirekt einen Einfluss auf die Blende. Weniger auf die Lichtmenge, mehr auf den Bildlook. Die Auswirkung auf die Blende ist auch sehr wohl relevant, wenn der Threadersteller tatsächlich Probleme mit der Tiefenschärfe hat. Das wurde aber schon erwähnt.
Zitat:
Zitat von quazy
Da hast du aber etwas verwechselt. Ein großer Sensor braucht mehr Licht - klar, es besitzt eine größere Fläche und die muss belichtet werden.
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Genau andersrum: Ein größerer Sensor HAT mehr Licht und KANN mehr Licht sammeln, da er eine größere Fläche hat. Das hat vielerlei Auswirkungen. Vielleicht nur kurz: Wenn du äquivalent von einem Sensor auf den anderen umrechnen willst, muss du alles umrechnen auch die ISO. Beispielhaft ist für mich bei einem Kleinbildsensor ab ISO 6400 meine persönliche Schmerzgrenze erreicht, bei APS-C bei ISO 3200 und bei µFT bei 1600. Ich weiß auch, woher diese Verwirrungen kommen. Panasonic hatte mal seine Objektive nur bei der Brennweite mit dem Cropfaktor multipliziert und mit gleicher Qualität bei hoher Brennweite geworben.
Dann gibt es noch das Problem, dass viele die Bilder nicht bei derselben Ausgabegröße bzw. Bildgröße vergleichen. Ein Bild von einem KB-Sensor kannst du auf ein viertel schrumpfen und gewinnst dadurch massiv an Schärfe und Reduktion des Rauschen.
Hier sind ein paar gute Artikel von dpreview und Foto Schuhmacher.
https://www.foto-schuhmacher.de/arti...-rauschen.html
https://www.dpreview.com/articles/81...urces-of-noise
https://www.dpreview.com/articles/53...zes-on-noise/2
Vor allem der letzte Link ist interessant mit Bezug zu Video. Da wird ja eine D850 gegen eine A7S von Sony verglichen. Die A7S hat nur 12mpix und wirkt auf den ersten Blick viel besser bei wenig Licht. Wenn man nun die Ausgabegrößen der D850 und die A7S angleicht, kommt im Grunde dasselbe Bild raus. Warum hat die A7S nun weniger Pixel? Wenn wir, und jetzt kommen wir wieder zurück zur Grundfrage, Video aufnehmen, reicht uns ja im Grunde FullHD, evtl. 2K und neuerdings 4K Auflösung. Warum mehr Pixel auf einen Sensor packen, die man dann später sogar wieder auf FullHD runterrechnen muss? Daher würde ich im Fall von Video (und nicht für Foto) sogar sagen, dass ein kleinerer Sensor mit evtl. sogar nur FullHD-Auflösung vollkommen ausreicht und wir dann alle Vorteile eines kleinen Sensors ausnutzen können.
Für mich würde dann tatsächlich sowas wie eine Actioncam oder sogar das Smartphone ausreichen, sofern es das Licht in der Halle zulässt und ich meine Ergüsse an der Platte später nicht auf 4x5m auf einer Leinwand anschauen will. (Da wären wir wieder bei der Ausgabegröße)
Zitat:
Zitat von quazy
Während man z.b. bei einer mft Kamera die Blende auf f1.8 öffnen könnte und alles scharf bekommt im Weitwinkel, wäre das im Vollformat wahrscheinlich nicht möglich. Alternativ kann man dafür beim ISO viel höher gehen, um die Blende auszugleichen. Aber auch da gibt es halt Grenzen.
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Rein physikalisch kann der größere Sensor immer das erreichen, was der kleine Sensor kann. Andersrum wird es schwierig, schon ein im KB-Lager eher "Standard f1.8er" Objektiv müsste eine 0,9er Blende bei µFT haben.
Was das Wackeln angeht: Ich habe ja schon auf das Stativ verwiesen, bitte IMMER OHNE Mittelsäule verwenden oder alternativ lange Brennweite und weiter weg von der Platte aufnehmen. Ich lasse mir evtl. ein Berlebach zuschneiden, damit es gerade so über die Bande reicht.