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Alt 25.04.2020, 12:17
Batgirl Batgirl ist offline
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:-) AW: Ist Tischtennis frauenfeindlich ?

Zitat:
Zitat von Fastest115 Beitrag anzeigen
2. Der Sinn der Regel ist wie folgt. Man wollte Damen aus kleinen Vereinen, die Spielstärke ca Damen VL abwärts haben, also keine "Leistungssportlerinnen", die Möglichkeit zu geben zu spielen ohne evtl 100 km zum nächsten Verein mit passender Mannschaft fahren zu müssen. Das ist im Prinzip ok, da sie sonst vermutlich ganz aufhören würden. Der Damenmannschaftssport wird eh immer mehr ausgedünnt.

5. Ist TT einer der frauenfreundlichsten!!! Ich kenne keine bekannte Sportart, wo es so leicht möglich ist bei bestehendem Damenligabetrieb parallel oder auch exklusiv im Herrenbereich mitzuspielen. Nichtmal bis VL ...geschweige denn ab OL.
Um noch mal auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen...

Zu 2.
Genau dafür ist die Öffnung der Herrenmannschaften für Damen ideal. Ich persönlich habe das von Anfang an begrüßt, denn auch ich habe lange Jahre miterleben dürfen, dass wir Damen z. B. in der Bezirksliga Anreisen von über 2 Stunden Autofahrt (je Strecke) hatten. Heißt, wir mussten 4-4,5 Stunden fahren, um dann 2-2,5 Stunden Tischtennis zu spielen. (Ja, das waren die "Ausreißer". Aber auch die durchschnittliche Anreisezeit betrug in unserem Bezirk schon ca. 1 Stunde). Dabei muss man bedenken, dass die Damen-BL die drittunterste Spielklasse war und man hier also mit der 1. Kreisklasse bei den Herren vergleichen sollte, wenn man Vergleiche ziehen möchte. (Interessanterweise waren in der Verbandsliga wiederum die Entfernungen zu den Gegnern teilweise deutlich kürzer als in der Bezirksliga...)

Im Übrigen wurde die Öffnung der Herrenmannschaften für weibliche Spieler ja auch erst nach und nach ausgeweitet. Zunächst durften Damen bei den Herren nur auf Kreisebene mitspielen, später dann auch auf Bezirksebene, bis es dann zu der jetzigen Regelung kam. Und jedesmal ging der gleiche Aufschrei durch die TT-Nation...

Zu 5.
Ich bin der Ansicht, dass man daher auch die Bezeichnung der einzelnen Spielklassen offiziell anpassen sollte. Also statt Herren-Verbandsliga (in der gemischt gespielt wird) nur noch Verbandsliga usw.

Ebenso sollte man bei den Turnieren verfahren. Die Leistungsklassen, in denen gemischt gemeldet werden kann, sollten dementsprechend auch einfach "Leistungsklasse A, B usw." heißen nicht nicht mehr "Herren A, B usw. (mit dem Hinweis, dass Damen in dern Herrenklassen melden dürfen...) Turniere, bei denen reine Damenklassen ausgeschrieben werden, gibt es inzwischen immer seltener, und wenn Damenklassen ausgeschrieben werden, dann ist eine Umbenennung dieser nicht erforderlich, da dsie eh als solche gekennzeichnet sind.

Bis jetzt gar nicht berücksichtigt beim Thema wurde übrigens die Tatsache, dass es in Deutschland schon seit einiger Zeit offiziell ein drittes Geschlecht namens "Divers" gibt. Eine Anpassung der Spielklassenbezeichnungen im deutschen Tischtennis wäre also sowieso langsam mal erforderlich
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Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom...
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