Thema: Hartz IV
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Alt 14.09.2004, 19:07
Mathew Mathew ist offline
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AW: Hartz IV

Zitat:
Zitat von Jaskula
Ganz einfach, weil man irgendwann kein Student mehr ist.
Als Hartz 4-"Begünstigter" hat man ja vorher gearbeitet, Einkommen gehabt und entsprechende Ansprüche aufgebaut. Rückschritte sind da oftmals nicht so leicht.

Du hast recht, Rückschritte sind nicht leicht, aber nötig. Es ist doch unfair andere Steuern/Abgaben zahlen zu lassen, daß einem ein entsprechend hohes Lebensniveaus (auch nach Ende der ALG I Zahlung)erhalten bleibt.


Du hast das Problem nicht verstanden.
1. Wieso bekommt einer, der weniger hat, dann mehr ? Ist es gerecht, wenn der, der gespart hat, alles wieder abgeben muß ?
Einer der weniger hat bekommt mehr? Soweit ich weiß ist ALG II doch für alle gleich(außer Ost/West, Kinder keine Kinder etc.). Oder eminst du damit, daß ein mittelloser AL Hilfe bekommt, aber der AL mit einer 100.000 Euro Lebensversicherung nicht.

2. Wie soll jemand, der 30 Jahre gearbeitet hat, für sein Alter vorgesorgt hat und dann mit 50 den Job verliert, im Alter leben ? Der bleibt für den rest seines Lebens ein Empfänger staatlicher Leistungen, weil seine Rente nicht reichen wird und seine Ersparnisse draufgehen. Und das obwohl er viel in die ALV eingezahlt hatte. Gerecht ?

Durch die ALV-Zahlungen hat er ja Ansprüche erworben, auf ALG I. Diese sind ja bei Hartz 4 bereits abgegolten. Und dieselben Ansprüche hat er ja auf spätere staatliche Rente. Das diese wohl nicht sehr hoch sein wird, liegt ja wohl eher am Umlageverfahren i.V.m Alterspyramide.

- Klar muß Vermögen berücksichtigt werden, aber gerade die jetzigen Bezieher von Arbeitslosenhilfe, die eben oft damit bis zur Rente über die Runden kommen wollten, trifft es ganz hart.

Und was spricht dagegen, bis zur Rente einen geringbezahlten Job anzunehmen?

Ganz hart trifft es m.M.n Leute in Regionen wie McPom, wo die ALQ bei 25- 30 % ist, und es einfach keine Arbeit gibt bzw. niemand dafür zahlen will. Das ist ein großes Problem.

- Eine Umstrukturierung bei den Auszahlungen muß eigentlich auf die Einnahmen, sprich die Abgaben zur ALV durchschlagen. Hier fehlt eine Art Bürgerversicherung für Rente und Arbeitslosigkeit.
Ich höre überall Bürgerversicherung,Bürgerversicherung,Bürgerversicherung.
Was ist so toll daran? Das alle Einkommen angerechnet werden, das bekommt man auch mit Steuern hin. Eine umlagebasierte Versicherung hat bei unserer jetzigen Geburtenrate von unter 1,4 keine Überlebenschance
Ziel müsste eine kapitalgedeckte Eigenvorsorge sein. Da kann jeder seine Einzahlungen(und damit spätere Auszahlungen)selbst bestimmen.Und Ärmeren muß halt steuerfinanziert geholfen werden.
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