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Alt 28.04.2020, 23:52
heiasamajut heiasamajut ist offline
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AW: Saison 2020/2021 und Corona

Wenn es wieder in die Hallen geht (draußen vor der Halle geht’s aus mehrerlei Gründen nicht: Regen, Wind , ggf. kein ebenes Gelände etc.), dann muss es safe zugehen! Es müssen definitiv Prioritäten gesetzt werden. Überhaupt TT spielen, also Training, finde ich daher wichtiger als Meisterschaft, die von mir aus losgeht, sobald die Hallen freigegeben werden, aber ich wäre in jedem Fall für eine ausgedünnte Saison (nur Hinspiel), damit
- sie mit größerer Gewissheit bei wohl nicht ausbleibenden Unterbrechungen (spätestens im Spätherbst kommt Covid19 zurück, hoffentlich nicht mutiert!) auch zu Ende gespielt werden kann und nicht wieder endlose Debatten über "Wer steigt warum auf oder ab und wer nicht?" geführt werden müssen,
- die Mannschaftsführer nicht bekloppt werden vor noch mehr Verlegungsanliegen …,
- und auch um (Kontaktnähe) zu vermeiden, dadurch dass zwei Partien parallel in einer normalen Halle stattfinden, es sei denn man würde sich für 4er-Mannschaften entscheiden, natürlich auch da ohne Doppel.

Bei nach wie vor 6er-Teams könnte man z.B. ohne Doppel bis 7 Siegpunkten spielen, wobei die Positionen 1-3 sowie 4-6 untereinander in einer zu bestimmenden Reihenfolge gegeneinander antreten. Bei minimum 7 und maximal 12 Spielen würde die Gesamtpaarung eine halbe bis ganze Stunde früher enden als im aktuellen System mit Doppeln, womit man am selben Abend oder Vormittag womöglich zwei Spiele nacheinander statt parallel stattfinden lassen könnte. Auf jeden Fall könnte man bei diesem bisher nicht praktizierten Spielsystem die vorhandenen Spielblöcke benutzen, und eine spätere Rückkehr zum altbekannten System mit Doppeln wäre friktionslos. Nur so’ne Idee, aber mir ist eine realistisch angegangene Spielzeit auf jeden Fall lieber als eine, die im Chaos endet, wo alle zunehmend genervt sind und am Ende keiner mehr Bock hat!

So eine Ausdünnung hätte auch den Vorteil, dass man sich besser um die Betreuung des Nachwuchses kümmern kann, wenn der auch weiter seine Mannschaftsmeisterschaft austragen sollte. Für weite Fahrten innerhalb eines Bezirks oder gar im Verband sehe ich momentan allerdings schwarz, wenn es (verständlicherweise) keine Gruppenfahrten geben soll. Wie kommen dann z.B. vier Jugendliche von Hattingen nach Siegen und wieder zurück ( Beispiel aus der JBK Süd des Bezirks Arnsberg)? So eine Individualbetreuung wird seltenst klappen. Hab im Moment keine Idee für einen Ausweg aus der misslichen Lage. Vielleicht zur Entlastung auch Spiele am Sonntag Nachmittag? Die Presse-Deadlines kann man da doch eh vergessen, weil die Zeitungen kaum und dabei oft erst Mitte der Woche berichten.

Mit Maske spielen ist mMn übrigens ein Unding. Selbst wenn es bis dahin genug geben sollte: Das Atmen darunter ist länger kaum zum Aushalten. Mir war das mal im Flieger zuviel, weil die die Klimaanlagen oft mangelhaft reinigen, so dass die sich als Virenschleudern betätigen. Schon ganz ohne Bewegung macht der eigene Atem die Luft erstens sehr warm unter der Maske, so dass einem bei jedem Ausatmen die Brille ordentlich beschlägt. “Klar, sollen die Brillenträger doch zu Hause bleiben, so wie die Alten und Vorerkrankten welcher Malaise auch immer … ICH will aber spielen.” erzählt hier sicher gleich wieder irgendeiner. Tja, was soll man sich beschweren?! Das kann in einer Gesellschaft, die in jeder Hinsicht auf Konkurrenz als Erfolgskriterium und bestimmendes Movens setzt, eigentlich nicht wirklich verwundern … ist aber (trotzdem) sch….., weil egoman und rücksichtslos.

Training so zu organisieren, dass alle einigermaßen zum Zuge kommen, muss möglich sein, wie auch immer. Die Anstrengung muss sein. Freies Spiel nach Gusto, wann immer man Bock hat, geht einfach nicht. Eingeschränktes Training braucht nunmal etwas Disziplin und die kann man sich doch vielleicht mal für eine – vielleicht auch etwas längere – Weile auferlegen, oder? Wer das nicht hinbekommt, ob bei sich oder seinem Nachwuchs, sorry, dem geht’s irgendwie zu gut und meint wahrscheinlich, der Macron sagt einfach mal zum Spaß so’nen Satz wie: “Nous sommes en guerre” (Wir sind im Krieg.). Klingt martialisch, ist aber sicher keine Party, auf die man Bock hat oder nicht.
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