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Zitat von Abwehrtitan
Was ich nie verstehen werde, weshalb man nur hüh oder hott kann.
Ich bin ein großer Freund einer abwechslungsreichen Ernährung. Ich habs ja nun oft genug gesagt, ich muss nicht daily Fleisch/Wurst haben, aber das Tierleid. Tut mir leid, ich komme aus der Bauernhofecke, damit kannst du mir nicht kommen.
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Verstehe ich nicht. Man kann entweder Veganer / Vegetarier sein, oder man ist es eben nicht. Das bedeutet ja nicht, dass man als Fleischesser nur Fleisch essen darf. Du hast als Fleischesser einfach die größten Möglichkeiten, ernährungstechnisch. Wir Vegetarier / Veganer schränken uns ja ein. Und wir tun es eben freiwillig, die Meisten von uns, weil wir Tierleid verhindern wollen. Aber nur weil Du an einem Tag Fleisch ist und am nächsten Tag nur Pommes mit Ketchup, ist das ja kein Hüh / Hott. Und wenn Du auf einem Bauernhof aufgewachsen bist, hattest Du ja seit der frühesten Kindheit ein ganz anderes Verhältnis zu Tieren, als ich beispielsweise. Dann waren es bei Dir hauptsächlich Nutztiere, die halt einfach dazu da waren, zu Lebensmittel verarbeitet zu werden. Ich hatte nur Haustiere. Das ist eine komplett andere Prägung.
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Zitat von Abwehrtitan
Der Mensch kann sammeln, also sammelt er, der Mensch kann aber auch jagen, also jagt er. Warum jagt er statt zu sammeln? Weil er es KANN!
Warum darf das eine Raubtier jagen? Das andere nicht? Warum zeigt der Mensch (auch zu anderen Anlässen) Raubtierverhalten? Vielleicht weil er eines ist?
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Genau so ist es ja. Der Mensch ist Omnivore. D.h. es ist nicht nur so, dass er es kann, sein Organismus ist auch evolutionstechnisch darauf angepasst und er muss es sogar. Allerdings ist der Mensch mittlerweile schlau, zivilisiert und das ganze Gedöns und ist nun in der Lage, sich von den Evolutionsvorgaben zu "befreien" und sich so zu ernähren, wie er es für richtig hält. Und da der Mensch ja ein moralbegabtes Tier ist, treffen mittlerweile einfach immer mehr Menschen diese Entscheidung, weil es besser in ihr persönliches Wertesystem passt.
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Zitat von Abwehrtitan
Womit ich ein Problem habe ist, wenn mir jemand in meine Lebensführung mit Zwang reinregieren will. Und wenn das zudem in agressivem Ton geschieht habe muss sich der Absender nicht wundern wenn er klare Gegenworte hört.
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Eben. Kontraproduktiv. Wobei Du ja ohnehin kein geeigneter Adressat bist. Egal mit welcher Ansprache, weil Du in Deiner Meinung gefestigt bist und eine bewusste Entscheidung getroffen hast. Damit bist Du nicht mehr konvertierungsfähig... :-)
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Zitat von Abwehrtitan
Eine unserer Töchter lebt vegan, wenn sie kocht (hatte ich anderer Stelle schonmal erwähnt) gar kein Ding dann esse ich vegan, Die macht das gut, sprich das schmeckt mir, ich lasse nix liegen. Rote Beete, Kürbis und Zuchini, ist so ihr Lieblingsgemüse, fein, bin ich voll dabei. Ich kann ja erin zwei Tage später wenn die Lust zu groß wird ein Leberwurstbrötchen essen.
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Ist ja nicht so, dass veganes Essen eine lebensmitteltechnische Parallelwelt ist. Wieso sollte es nicht schmecken. Ist ja das selbe Zeug auf dem Teller, nur halt ohne Fleisch.
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Zitat von Abwehrtitan
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Am Tag danach könnte es passieren das ich jagen gehe! Deshalb bin ein schlechter Mensch? Puuuuuuuuuuh .................
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Das ist eines der Dinge, die mich so nerven an einigen Veganern. Die Leute treffen eine moralische Entscheidung (innerhalb ihres persönlichen Wertesystems) und leben danach. Und halten sich dann für was Besseres. Und zwar so generell. Niemand ist ein schlechter Mensch, wenn er Fleisch ist. Aber viele Veganer wollen denen das mit dem Holzhammer einbläuen, dass sie schlechte Menschen und Mörder und was weiß ich noch alles sind. Und sie reduzieren alle Menschen um sich herum auf genau diese einzige Sache. Dann hört man sowas, wie: Wieso sollte ich mit DEM zusammenarbeiten wollen, der TÖTET TIERE !!!EinsEinsElf! Nee, das ist dann nicht meine Welt. Ich fände es zwar ehrlicher, wenn die Fleischesser auch zumindest einmal in ihrem Leben eigenhändig ein Tier töten und ausnehmen würden, aber da wird es dann genug Menschen geben, die das problemlos tun - und dennoch Massentierhaltung beispielsweise ablehnen.