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Alt 15.09.2004, 10:37
Taugenichts Taugenichts ist offline
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AW: Zusammenhänge zwischen Spielsystem und Bewegungen

Ich denke, die Schwächen einer LN-Rückhand sind sehr individuell, d.h. abhängig vom Können des Spielers und von den Charakteristika des jeweiligen Materials.
Für mich persönlich ist eine Hauptschwäche die Neigung zur falschen Schlagwahl (z.B. Rückhandkonterversuch statt Säge oder Schupf/Druckschupf). Die Konsequenzen daraus ergeben sich aus dem konkreten Material (direkter Fehler, Vorlage für den Gegner, zu selten Punkt oder schwacher Rückschlag des Gegners).
Sicher eine generelle Lücke einer LN-RH ist die erschwerte Angriffseinleitung (sofern dies überhaupt gewünscht wird). Eine weitere Schwierigkeit besteht in der sinnvollen Beantwortung von eher leeren druckarmen Bällen, das ist auch mit den griffigsten Exemplaren nicht so einfach wie mit NI.
Langsame rotationsreiche TS würde ich eher zu bevorzgten Bällen eines guten Abwehrers rechnen. Man kann relativ problemlos die ganze Sauce zurückgeben oder mit etwas griffigeren Noppen sogar Varianten (mit weniger US als erwartet) produzieren da man alle Zeit der Welt hat.
Die raschen TS empfinde ich als gefährlicher, v.a. wenn man nicht rechtzeitig von der Platte weg kommt. Das aber nicht speziell wegen des Materials.
Ebenfalls unangenehm sind rasche ungeschnittene Knaller, die sind mit den meisten LN schwieriger zu kontrollieren als mit NI-Belägen.
Das schwierig zu lesende Service ist mit der LN einfacher zu retournieren als mit NI. Es empfiehlt sich generell nicht, gegen einen LN-Spieler häufig komplizierte Aufschläge einzusetzen, da man sich damit allzuoft selber ein Ei legt (je nach Glätte mehr oder weniger Schnittumkehr beim Hinhalten, dann macht er aber noch was mit dem Ding und Du hast keinen blassen Schimmer mehr was denn da zurückkommt...).

Gruss
Taugenichts
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