Zitat:
Zitat von crycorner
Diese Entscheidung kann aber auch sein, dass man die Fleischerzeugung moralisch ablehnt und dafür - weil man es kann! - lieber in Kauf nimmt, seinen persönlichen Warenkorb anzupassen und sich fleischlos zu ernähren. Das ist ggf. vor Allem als Veganer mit Verzicht verbunden, aber der Mensch ist inzwischen eben in der Lage, darauf zu verzichten, ohne befürchten zu müssen, krank zu werden.
|
Verzicht klingt immer so negativ und ist für viele Fleischesser auch mit ein Grund, sich damit nicht näher zu beschäftigen - wer will schon freiwillig und ohne Not auf irgendwas verzichten, woran er sich jahre- oder gar jahrzehntelang gewöhnt hat? Ich sage lieber, man isst einfach etwas anders, fertig. Verzicht hat auch immer irgendwie den faden Unterton dabei, dass man ein Anrecht auf etwas hätte. Dem ist mitnichten so.
Zitat:
Zitat von crycorner
Wenn Du aber sagst: "Der Mensch ist nunmal Fleischesser und wir folgen nur der Natur", dann ist das für mich ein billiges Argument, weil der Mensch in so vielen Lebensbereichen die Natur und "seine Natur" überwunden hat und stolz darauf ist, dass er sich nicht ausgerechnet bei der Ernährung dahinter verstecken sollte.
|
Zum Glück (?) scheint es noch immer so zu sein, dass man lieber Ausreden sucht, statt offen und ehrlich zuzugeben, dass einem die Tiere egal sind, sie für minderwertig hält oder das Töten von Tieren geil findet.
Zitat:
Zitat von TobiWitt
Habe ich aus deinem Beitrag geschlussfolgert. Also ist es irgendwie dein Quatsch.
|
Nö, den Quatsch hast Du daraus gemacht.
Zitat:
Zitat von TobiWitt
Was für ein Schwachsinn ist es denn von der Ernährung auf Amokläufer und Attentäter zu schließen? Bevor man so etwas sagt, sollte man vielleicht mal irgendwie recherchieren und Quellen nennen. Ansonsten ist das nur eine weitere wirre Theorie.
|
Hat irgendjemand hier geschrieben, dass man zwangsläufig zum Attentäter wird, wenn man Fleisch isst? Zeig.
Zitat:
Zitat von Fozzi
Menschen sind ganz generell so angelegt, dass sie eigenes Fehlverhalten (wenn man denn in diesem Fall Fleisch essen so interpretieren will) schönzureden, zu ignorieren, zu vergessen, zu verdrängen und/oder konstruiert moralisch zu rechtfertigen. Ein normaler Schutzmechanismus. Das macht jeder täglich und ist so gesehen "normal". Gut ist, wenn man sich dieses Selbstbelügens bewußt ist.
|
Und schlecht ist, wenn man trotzdem daran festhält.
Zitat:
Zitat von mithardemb
Es geht darum, dass viele es wollen. Es geht auch darum, dass einige es nicht wollen. Von denen, die es nicht wollen, gibt es einige die den Vielen etwas vorschreiben wollen. Das wollen wiederum die Vielen nicht.
Eigentlich ganz einfach. 
|
Es ist doch nichts neues, dass einige wenige vielen vorschreiben, was sie tun dürfen und sollen. Manchmal zu ihrem Vorteil, manchmal zu ihrem Nachteil. Manchmal können die vielen eben vorher nicht beurteilen, ob die Vorgaben gut oder schlecht für sie sind.
@Schrottkopf:
Natürlich dient "Tierwohl" nur dem Gewissen und dem Geldbeutel, die Tiere werden dennoch getötet. Vorzeitig. Unnötig. Was daran verstehst Du nicht? Den Tieren ist doch nicht damit geholfen, dass sie es die wenige Lebenszeit vielleicht etwas besser haben.
Und die Hexenverbrennung und Sklaverei kommt immer dann auf den Tisch, wenn es heißt, Menschen haben schon immer Fleisch gegessen. Und zwar zu Recht. Weil "...schon immer" kein Grund ist, an etwas (vor allem falschem) festzuhalten.