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Alt 07.05.2020, 07:39
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crycorner crycorner ist offline
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AW: Der Veganer-Thread

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
Ich halte allerdings die Bewegung für eine Modeerscheinung, irgendwann ist wieder etwas anderes en vogue und die Masse (vor allem bei den jungen Leuten) wird den Blick darauf wenden, und schluß ist mit Massenbewegung. Ich denke viele Junge machen das gar nicht so sehr aus Überzeugung.
Denk mal nach wieviele "Trends" in den Reihen der Jugend die letzten Jahrzehnte wieder deutlich abgeflacht oder einfach gestorben sind.
Da wird wohl der Veganismus dazuzählen.
Ja, ich bin auch der Meinung, dass die Vegan-Bewegung in den letzten Jahren so groß geworden ist, weil es zum Trend wurde. Es war auf einmal "In", Veganer zu sein. Viele Promis, an denen sich vor Allem die Jugend orientiert, haben auf einmal angefangen, sich vegan zu ernähren und das auch kundzutun. Einige davon sind inzwischen keine Veganer mehr.
Aber: Der Trend hat einen nachhaltigen Effekt, weil es halt aus verschiedenen Gründen vernünftig ist, sich vegan zu ernähren. Und während der Klimabewegung ist das ja auch ein mitschwingendes Thema. Zudem hat sich die Lebensmittelindustrie darauf eingestellt und bewirbt diese Produkte. Also ja, ich glaube auch, dass es ein Trend ist, aber das wird sich auf hohem Niveau manifestieren. Und glaubt man Richard David Precht, wird die aktuell jüngste Generation irgendwann nahezu fleischfrei leben (da spielt auch das In-Vitro-Fleisch eine Rolle).

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
Ich plädiere dafür den Druck auf die Preisstrategie der Fleischindustrie zu erhöhen, indem man auf tgl. Fleisch/Wurstgenuss verzichtet. Ich wiederhoile gebetsmühlenartig "Sonntagsbraten, Montagsreste", restliche Woche andere Ernährungsvarianten.
Ja, das wäre schon eine sehr gute Entwicklung. Fleisch muss wieder zu was Besonderem werden. Regulierung des Preises über mächtige Auflagen für die Tierhalter, um innerhalb des kurzen Lebensabschnittes der Tiere zumindest ein würdiges Leben sicherzustellen. Das wirkt sich stark auf den Preis aus und Fleisch wird wieder zu etwas, was man sich mal gönnt. Und nicht etwas, das man täglich ohne groß nachzudenken in verschiedensten Formen verzehrt.

Zitat:
Zitat von Abwehrtitan Beitrag anzeigen
Und .... das gros dessen was man isst kann/sollte man selbst anbauen
Das ist was Tolles, keine Frage. Aber da muss es jede Menge Voraussetzungen für geben, die erfüllt sein müssten: Zeit, Platz, Geld, Lust.

Wir schaffen es beispielsweise gerade mal so, jedes Jahr ein paar Tomatenpflanzen aufzustellen. Unser Garten ist auch nicht darauf ausgerichtet, Obst und Gemüse anzubauen. Aber immerhin haben wir einen. Mir persönlich ist das aber zu viel Arbeit. Wenn ich nach Hause komme, habe ich ohnehin schon keine Sekunde Ruhe, bis ich dann irgendwann ins Bett falle. Da will ich dann nicht auch noch an die Pflanzen denken müssen.
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