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Alt 17.09.2004, 11:37
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Vereine vertrauen ausländischer Hilfe

Informativer Artikel des Oberbayerischen Volksblattes vom 14.9.04


eg - Wenn am kommenden Wochenende die Spielzeit der Saison 2004/2005 für endgültig alle Mannschaften beginnt, dann zeigt sich einmal mehr, dass die Vereine - insbesondere auf Verbandsebene - nicht auf fremde Hilfe verzichten können, um in den jeweiligen Ligen zu bestehen.

Nimmt man nur einmal die Regional- und Oberliga als Grundlage, so verpflichteten die insgesamt 43 Mannschaften insgesamt 79 Akteure. Im Gegensatz zur letzten Saison ist dies ein deutlicher Anstieg.

25 Akteure - nur die Regionalliga der Herren gerechnet - sind neu in der Liga. Bei den Herren haben zudem von den elf Vereinen alle Teams mindestens einen ausländischen Spieler im -ersten Paarkreuz.

Bei den Regionalliga-Damen schaut es ähnlich aus. Hier stehen acht Spielerinnen an vorderster Front. Und bei Vereinen, die keine ausländische Spitzenspielerin im vorderen Paarkreuz aufweisen, sind es Akteurinnen, die zumindest aus der 2. Bundesliga kommen, wie das Beispiel BSC Rapid Chemnitz mit Nicole Delle vom HS Schwarza zeigt. Zu den rühmlichen Ausnahmen zählt der TuS Bad Aibling, der als Spitzenspielerin Andrea Loher aufweist, die aus St. Wolfgang stammt, eigentlich als heimische Spielerin betrachtet werden darf.

Das kurioseste Beispiel an ausländischen Kräften bietet in der Regionalliga der Herren der TTC Eilenburg 2. Von den sechs Stammspielern stammt nur Hendrik Fuß aus Deutschland. Bei den anderen Spielern könnte man fast vermuten, man spielt hier gegen ein Team aus der slowakischen Superliga, sind doch fünf Akteure aus der Slowakei dabei. Und nicht genug! Die drei Ersatzspieler kommen aus Lettland und Litauen.

Apropos ausländische Spieler: Am beliebtesten waren für diese Saison Verstärkungen aus Tschechien (Regional- und Oberliga 24 Akteure) und Ungarn (13). Der Rest verteilt sich dann auf 20 Länder.

Auch die Regionalliga-Herren des SB Rosenheim konnten sich die Dienste zweier tschechischer Spieler, nämlich Petr Husnik und Petr Seibot, sichern. In Bad Aibling vertraut man weiterhin auf Josef Wiltschka und Petr Krkoska, die allerdings schon einige Spielzeiten in der Kurstadt unter Vertrag stehen.

Obwohl die einzelnen Vereine viele ausländische Akteure geholt haben, darf man nicht vergessen, dass auch die Jugend nicht zu kurz kommt. Zahlreiche Teams haben für Spieler, die noch nicht volljährig sind, so genannte Jugendfreigaben beantragt.

Besonders «jugendlich» eingestellt ist die Regionalligamannschaft der TSG Heilbronn, wo von sechs Stammspielern drei eine solche Jugendfreigabe besitzen.

Bei den Regionalliga-Damen sind es sechs Vereine, die mit Jugendlichen antreten. Ähnlich verhält sich dieser Schnitt auch in den anderen Verbandsligen (Ober-, Bayern- und Landesligen).

Der SB Rosenheim trägt hier auch seinen Teil bei, obwohl durch die Neuzugänge in der ersten Mannschaft Andreas Büttner vom Papier hier eigentlich aus der Stammmannschaft herausgefallen wäre. Das heißt aber nicht, dass Büttner nicht spielen wird. Er bekommt sicherlich die eine oder andere Chance, sich zu beweisen. Desweiteren darf man auch nicht die Jugendlichen Patrick Mayer und Philipp Floritz vergessen, die zwar noch nicht zur ersten Garnitur zählen, aber auf einem sehr guten Weg sind.

Beim TuS Bad Aibling steht mit Sylvia Hägele ein Teenager auf der Rangliste, der in der vergangenen Saison als Joker bei fast allen Spielen gepunktet hat.
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