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Zitat von Mathew
Wenn z.B. Lebensversicherungen unberührt bleiben, werden alle ihr Vermögen darin investieren, anstatt auch für AL vorzusorgen.
Als Steuerzahler, würde ich es nicht verstehen, warum jemand Zuschüsse bekommt, obwohl er "vermögend" ist.
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Da sind wir uns wohl einig, aber m.E. sind die Bestimmungen hinsichtlich des verschonten vermögens zu niedrig, andererseits wird als angemessener Wohnraum von recht hohen Werten ausgegangen, so daß auch extrem hohe Mieten erstattet werden.
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Zitat von Mathew
Alle anderen Versicherungen(KfZ, Feuer, Rechtsschutz ...) laufen z.b. über die Privatwirtschaft, warum nicht auch SV?
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Die Privatwirtschaft hat die Tendenz, Gewinne erwirtschaften zu wollen und unrentable Teilbereiche abzustossen. Hier ist beides nicht am Platze. Genausowenig wie in der KV. Die funktioniert in privater Hand nur deshalb besser, weil dort die hohen Einkommen unter sich sind.
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Zitat von Mathew
Der Staat hätte genug damit zu tun, die Rahmenbedingungen zu setzen und zu überwachen.Und nur da wo es wirklich nötig ist einzugreifen, wie Unterstützung im Armutsfall(ALG II, Sozialgeld etc.).
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Das liebe ich, die Privatwirtschaft schöpft die Gewinne ab und der Staat darf die Heruntergefallenen aufsammeln. Genau deshalb sollten wir ein Solidarsystem haben, in das alle gemäß ihrer Fähigkeiten einzahlen.
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Zitat von Mathew
Grundsätzlich: Hauptziel der "Abschaffung" von ALH, war doch die Annahme, mehr Druck auf AL auszüben auch schlecht bezahlte Jobs anzunehmen. Da das Gehalt dann höher ist als die Sozialleistungen(eine Verbesserung der Zuverdienstregelungen wäre hier aber auch angebracht). Denn: Jeder Job ist besser als keiner.Dieser Zustand muss ja nicht für immer sein.
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1. Druck ausüben macht nur Sinn, wenn das angestrebte Ziel erreichbar ist. Wie ich bereits schon geschrieben habe und Du mir sicherlich nicht widersprechen kannst, gibt es aber nicht genug Arbeit für alle. Druck sorgt infolgedessen zwar für Bewegung, aber unter dem Strich kann sich doch gar nicht viel ändern, außer daß dann andere arbeitslos sind. Ob's das bringt ?
2. In manchen Fällen gibt es leider aus den Billig-Job's kein Weg zurück. Wenn man davon ausgeht, daß man nur kurzfristig diesen Job machen muß, bis man wieder was Richtiges hat, dann kommt man wahrscheinlich diese kurze Zeit auch mit Hartz 4 aus. Da aber die betroffenen bereits mindestens 1 Jahr arbeitslos sind, müssen die doch in vielen Fällen damit rechnen, im Billiglohn-Bereich zu bleiben.