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Alt 13.06.2020, 17:53
BlinderBarmer BlinderBarmer ist offline
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Zitat:
Zitat von Gandalf446 Beitrag anzeigen
Sie schlagen eben KEINE Schließungen vor, sondern einen Umbau.
In einem Abschnitt weiter unten wird das auc hweiter ausgeführt:

"In einem von der KBV in Auftrag gegebenen Gutachten habe die Universität Bayreuth das Konzept der Intersektoralen Gesundheitszentren entwickelt: Kleine, defizitäre Krankenhäuser sollten so umgebaut werden, dass Standorte grundsätzlich erhalten bleiben und die Alltagsversorgung sichergestellt werden kann. „Das Entscheidende an unserem Konzept ist, dass die Versorgung und auch Arbeitsplätze vor Ort gewährleis**tet bleiben. Deshalb lautet unser Motto ‚Umbau statt Abbau‘“, betonte Hofmeister."
Intersektorale Gesundheitszentren sind kein Krankenhaus mehr.
Es sind sich ja anscheinend auch alle einig, dass sich was ändern muss.

Zitat:
Bei den Arbeitsbedingungen sind wir bei der Frage was vorher da war, die Henne oder das Ei. Effektiv denke ich, dass sich beides gegenseitig verstärkt. Schlechte Arbeitsbedingungen machen einen Beruf unattraktiv, was zu weniger Personal und zu schelchteren Arbeitsbedingungen führt, wenn man nichts dagegen unternimmt - wie zum Beispiel bessere Bezahlung, um den Beruf attraktiver zu machen.
Und größere und weniger Krankenhäuser führen durch höhere Erfahrung bei den OPs zu besseren Ergebnissen für die Patienten, besseren Arbeitsbedingungen für die Pfleger und geringere Kosten.
Es geht ja wie immer darum die Strukturen zu optimieren, um möglichst viele Kennzahlen zu verbessern.

Zitat:
Ich glaube nicht, dass staatliche Insitutionen den Bürger - in diesem Fall den Patienten - grundsätzlich besser behandel würden, als Privatwirtschaftliche. Ich glaube allerdings, dass ein Arzt, der unter wirtschaftlichem Druck von der Konzernverwaltung steht, eher Behandlungsoptionen wählt, die dem Klinikum mehr Einnahmen bringen, wie eben OPs anstatt Physiotherapeutischer Behandlung. Dass bei Problemen in den Bereichen Rücken, Knie, Hüfte in Deutschland viel zu schnell operiert wird, sollte bekannt sein. Genau da spielen rein wirtschafltiche Zwänge eine Hauptrolle, da sich Ärzte vor BWLern rechtfertigen müssen, warum sie so "wenig" operieren.
Ich werde, je älter ich werde, immer misstrauischer bei 'Das weiß man doch'.
Oder um es mit Deichkind zu sagen: Wer sagt denn das?
https://www.youtube.com/watch?v=w7KA2LSvsfM
Aber im Regelfall hat man einen Arzt, der einem zur Behandlung ins Krankenhaus schickt, wenn es Not tut.
Anders kann man das mit dem Geldschneiden doch gar nicht verhindern.
Aber auch ein kleines Krankenhaus kann nicht für 3 OPs im Jahr einen quasi nicht genutzten OP-Saal vorhalten.

Zitat:
Dazu eine kleine Anekdote: Ich bin 32 und habe seit ca 8 Jahren mal mehr mal weniger oder keine Probleme mit den Knien. Mit 24 war ich beim MRT in einem privat getragenen Klinikum und der Radiologe, der das MRT befundet hat, hat mir nach kurzem Blick auf die Bilder eine OP nahegelegt, ohne auch nur eine einzige konservative Therapieoption zu nennen! Der Orthopäde, bei dem ich mir eine Zweitmeinung eingeholt habe, hat recht fassungslos darauf reagiert und mir Physiotherapie verschrieben, die mir bislang mehrfach geholfen hat, die Probleme in den Griff zu bekommen. Nur eine persönliche Erfahrung und sicher nicht allgemeingültig, deckt sich aber mit dem Fakt, dass viele OPs im Bereich Gelenkserkrankungen nicht notwendig sind.
Also bei mir wurde ich von Orthopäden zum MRT geschickt, der MRT-ler hat mir gar nichts gesagt.
Wie kommt man denn mit Kniebeschwerden ins MRT ohne vorher einen Orthopäden zu sehen?