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AW: Regionalliga Süd Saison 2004/2005
Und noch ein Saisonvorschaubericht der HNer.
Rennen um den Titel scheint diesmal offen
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So offen wie seit Jahren nicht mehr ist der Ausgang in der neuen Saison um die Meisterschaft der Tischtennis-Regionalliga Süd. Leicht favorisiert, wenn man überhaupt davon sprechen kann, ist die Bundesligareserve des SV Plüderhausen.
Der Aufsteiger ist Neuling in dieser Liga und spielt mit vier EU-Ausländern, dem Deutsch-Österreicher Dietmar Palmi sowie dem württembergischen Ranglistenspieler Stefan Tietze. Weil man den stärksten Spitzenmann der Liga, den Ungarn Ferenc Pazcy hat, könnte die Meisterschaft durchaus drin sein.
Ebenfalls recht schwer einzuschätzen ist der sächsische Aufsteiger, die Reserve des Zweitbundesligisten TTC Eilenburg. Mit fünf EU-Ausländern und dem amtierenden Deutschen Schülermeister Hendrik Fuß an Position 4, sind die Eilenburger zwar sehr spielstark, geben aber wie seit Jahren deutschen Spielern kaum eine Chance.
Für die Meisterschaft kommt auch Müller Würzburger Hofbräu II mit zwei chinesischen Spielern, einem Schweden, einem Slowaken, zwei Jugendlichen und Altmeister Cornel Borsos in Frage. Nicht unterschätzen darf man den letztjährigen Dritten SB Rosenheim, der seine beiden ausländischen Spitzenspieler durch zwei gleichstarke tschechische Spitzenleute austauschte. Vorne noch mit dabei dürfte auch der TV Hilpoltstein sein, zu dem der bayrische Ranglistenspieler Jochen Sand zurückgekehrt ist.
Zu den beiden Unterländer Vertretern TSG Heilbronn und SV Neckarsulm gesellt sich mit der TSG Steinheim ein dritter Verein aus der Region. Der Aufsteiger dürfte aber trotz vier EU-Ausländern in der oberen Hälfte der Tabelle keine Rolle spielen. Anders dagegen die TSG Heilbronn, die mit dem jüngsten Team der Liga - 18 Jahre im Schnitt - für einen Überraschungscoup gut ist. Voraussetzung ist, dass sich die jungen Spieler Michael Dudek, Adrian Klosek, Gilles Michely, Matthias Hagner, Heiko Bärwald und Patrick Dudek stabilisieren. Der neue chinesische Spitzenspieler Min Yang jedenfalls wird eine wesentlich bessere Bilanz als Heiko Wirkner erreichen, der verletzungsbedingt fast die gesamte letzte Saison gehandicapt war.
Ob der letztjährige Vizemeister SV Neckarsulm diesen Platz in der neuen Runde halten kann, muss sich zeigen. Neben Marc Friebe, der zum Verbandsligisten FC Donzdorf wechselte, wird auch Peter Kühnle, der eine Stelle im Management beim Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen nach seinem Studium angetreten hat, eine Tischtennispause einlegen. Der Tscheche Richard Chudik, die neue Neckarsulmer 3, ist stärker einzuschätzen als Marc Friebe oder Peter Kühnle, doch beide kann er nicht ersetzen. Hier müssen die jungen Gebrüder Hagmüller die Lücke schließen. Vorne dabei sollten die Neckarsulmer wie in den letzten Jahren wieder sein, denn die Routiniers Josef Braun, Daniel Horlacher und Klaus Werz, dazu Jürgen Möß, sind Garanten für eine spielstarke Regionalligamannschaft. Mit dem Spiel TSG Heilbronn - Würzburg wird die Saison an diesem Samstag eröffnet, alle anderen Mannschaften steigen erst am 18./19.September in die neue Runde ein.
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Wer Sahne will muss Kühe schütteln!
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