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Alt 15.06.2020, 07:11
Abwehrtitan Abwehrtitan ist offline
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Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Wir sind uns einig, dass es einen Konflikt gibt, wenn der diagnostizierende und der operierende Arzt geschäftlich verbandelt sind.

Weiter oben hatte ich das Buch von Prof. Grönemeyer erwähnt, er hat schon vor Jahren auf einen gewissen Operationsdruck hingewiesen. Da müssen Diagnose und ausführende STelle nicht verbandelt sein. Man operiert einfach gerne, und da hat der Zar schon recht weil ne OP (im übrigen wären das in meinem Fall [HWS-Prokaps] 10.000 Euro gewesen) einfach ne andere Rendite hat als eione konservative Massnahme, in meinem Fall konservative Maßnahmen (über die gesamte Behandlungszeit ca. 1/10) und da verdient der Physio und die Pharmaindustrie das Geld nicht der Arzt der diagnostiziert oder operiert hat.
Grönemeyer hält (auch mit einbezogen die Behandlungsergebnisse also Erfolg und Mißerfolg) die OP in bis zu 70 % der Fälle für völlig überzogen und unnötig. DAS ist schon eine Hausnummer.

Warum sagt der das? Der hätte einen Namen zu verlieren wäre dem nicht so.
In meinem Fall war der OP - Termin schon ausgemacht, ich hatte mir eine spezialisierte Privatklinik in München ausgesucht, nach deren eigenen Aussagen "machen die 2.000 solche Eingriffe / Jahr. Vorteil, die haben viel Übung, Nachteil, die Sorgfalt lässt oft nach wenn man "Routinen" bearbeitet. Kennt man ja von sich selbst. oder? Wenn man was dauernd macht wirds langweilig, manglaubt man könne gar keine Fehler mehr machen, im Ergebnis sieht das oft anders aus. Meinen Fall habe ich mit Physiotherapie und Schmerzmittel in Griff bekommen, ist nicht mehr 100 % geworden, das hatten aber auch die Operateure ausgeschlossen. Ich habe einen beschädigten Nerv übrigbehalten, mit 2 halbtauben Fingern. Man gewöhnt sich dran.


Ich rate jedem vor einer Bandscheiben-OP ohne Lähmungen eine Zweitmeinung einzuholen, und auf jeden Fall einen konservativen Versuch zu unternehmen. Ein Arzt der strikt auf OP besteht sollte gefragt werden weshalb er Physio ausschließt. Wenn der "Halbgott" Abwehrhaltung einnimmt und rumdruckst dann ab zum nächsten Medizinmann, dann stimmt was nicht. Wie in jedem Berufsstand gibt es auch unter den Ärzten bessere und schlechtere. Manche bilden sich nicht weiter, andere halten sich für unfehlbar. Bei mir löst ein Arzt der nicht offen begründen kann/will immer Zweifel aus an der Qualifikation. Vieles wird von den Ärzten begründet mit soviel Zeit sei nicht jedem Patienten alles ausführlich zu erklären, ich habe welche gehört "sie müssen mir schon vertrauen". Aha, ich sehe einen Menschen das erste Mal, dann rät er mir zu einer OP, also etwas mit Risiken, und dazu weicht er mir noch aus wenn ich mehr wissen möchte? Soviel Gottvertrauen habe ich leider nicht, ich finde es ist mein Recht ganz genau zu erfahren was los ist.
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