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AW: TIBHAR Quantum X Pro
So, heute habe ich zum ersten mal mit der roten Maximumversion auf der Vorhandseite gespielt. Die 2.0-er Version auf der Rückhandseite ist bei mir gesetzt. Da passt der Belag zu meinem Spiel wie die Faust aufs Auge.
Der erste Eindruck von der Max.-Version kann noch etwas verfälscht sein, da ich den Belag erst gestern mit VOC-haltigem Normalkleber aufgeklebt habe.
Auf jeden Fall war der Belag heute extrem schnell und nochmals ne Schippe schneller als der 2.0-er auf der Rückhand. Gefühlt hat sich die Max.-Version erstaunlicherweise härter gespielt. Das liegt vermutlich daran, dass der 2.0-er eben schon eingeprügelt ist.
Generell ist zu sagen, dass der Belag in der Max.-Version erwartungsgemäss etwas schwieriger zu beherrschen ist, was am ehesten beim (passiven) Bölockspiel auffällt. Insgesamt lässt sich dieses Monster aber dennoch sehr gut beherrschen. Das Trefferfenster ist für alle Schläge unglaublich gross selbst kurz-kurz geht einfach von der Hand. Was extrem auffällt ist die Tatsache, dass sich hohes Tempo sehr einfach aktivieren lässt. Dies ist insbesondere für die Rückhandseite sehr vorteilhaft, da man schon ordentlich Tempo nur mit einer relativ kleinen Handgelenksbewegung erzeugen kann. Dort passt dies für mich optimal.
Alle geraden Schläge sind auch in der Max.-Version ein Traum und Topspins jeglicher Art kommen traumhaft sicher. Besonders aufgefallen ist mir, dass der Belag irgendwie total schnittunempfindlich ist. Der Rückschlag, normalerweise eine grosse Schwäche von mir, gelingt einwandfrei genauso wie Flipps. Meine Fehlerquote war bei diesen Schlägen heute deutlich niedriger als sonst. Das hat richtig Spass gemacht.
Wenn nun alles so perfekt ist, fragt man sich, wo dann das Problem liegt. Tja, so sicher und kraftvoll meine Topspsins auch waren, hatte ich das Gefühl, dass sie deutlich schnittärmer waren als mit dem Aurus Prime. Dies wurde mir auch von meiner Trainingspartnerin bestätigt. Ebenso hatte ich das Gefühl, dass meine Aufschläge nicht besonders schnittreich waren. Auf der Rückhandseite ist mir das alles nicht so aufgefallen. Na ja, das klingt aber irgendwie logisch, wenn der Belag auch insgesamt sehr schnittunempfindlich daherkommt. Ich hoffe, dass sich das noch bessert, wenn der Belag eingeprügelt ist und die VOCs verschwunden sind. Eigentlich bin ich ja davon ausgegangen, dass sich der Belag mit dickerem Schwamm gefühlt weicher spielt und eine längere Ballkontaktzeit erlaubt.
Offenbar ist der Belag tatsächlich auf maximales Tempo aber nicht auf maximalen Spin ausgelegt. Ich werde ihn natürlich weiter testen und schauen in welche Richtung sich das entwickelt. Wie bereits gechrieben ist der Belag mit 2.0 mm ideal für meine Rückhand. Die Max.-Version auf der Vorhandseite ist unglaublich brachial aber (im Moment noch) suboptimal bzgl. Schnitt und Spinentwicklung. Es ist klar, dass der Quantum X Pro nicht das Spinniveau des MX-P oder Aurus Prime erreichen wird. Aber ein klein wenig mehr könnte schon den Ausschlag zu seinen Gunsten geben, denn die niedrigere Fehlerquote im gesamten passiven Spiel darf nicht unterschätzt werden, und der Fun-Faktor mit diesem Belag ist unglaublich gross.
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