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AW: Fußball Bundesliga Saison 2019/2020
Ich glaube, dass Dortmund mit das schwierigste Umfeld hat für einen Trainer. Watzke führt sich auf wie ein verlassener Ehemann (Klopp) wo die Ehe schon zum Ende nicht mehr gut war, er aber noch jahrelang der Ex nachjammert und jeder neuen Flamme vorerzählt wie toll doch die Ex war.
Tuchel hat super Arbeit gemacht, Watzke hat ihm versprochen, dass Micky,Gündogan und Hummels nicht parallel verkauft werden, tat es dann aber doch.
Bosz ist auch ein klasse Coach, der sogar das gewünschte System spielen lässt. Leider hatte man dafür aber dann nicht mehr das richtige Personal. Zumal man Dembele auch noch abgab und Aubameyang die ganze Zeit Unruhe einbrachte.
Dann Stöger. Von der ersten Minute nur Notnagel.
Dann Favre. Erst hat er versucht so zu spielen, wie von Watzke gewünscht, der kauft ihm Alteure (Hummels), mitvdenen er nichts in dem System anfangen kann. Dann stellt er um, bekommt seine Wunschspieler Haaland und Can und spielt eine super RR. Bis auf das Spiel in PSG und jetzt Mainz war das o.k. Gegen Bayern waren sie nicht schlecht.
Nur wie soll er anders spielen lassen?
Pisczek ist alt und langsam, Hummels ist langsam. Guerrero und Hakimi wären in einer 4er Kette zu defensivschwach. Also macht er das einzig Richtige:
3er Kette Hummels-Akanji-Pisczek
und davor Dippelsechs Can-Witsel
Als Linienläufer klappt das mit Hakimi-Guerrero auch super.
Davor fehlt ihm seit Monaten Reus.
Ich sehe da keinen Fehler, eher einen Coach, der die Schwächen des Kaders perfekt durch sein neues System kaschiert und eine sehr gute RR hingelegt hat.
Warum wird er dauerkritisiert und ein Nagelsmann performt nur noch mit dem Mund und wird als Supermann gefeiert, obwohl die letzten RR sowohl mit Hoffenheim, als auch mit Leipzig mehr als mau waren.
Lassen sich die Leute so blenden, weil der eine eher einnintrovertierter "Nerd" ist und der andere ein eloquenter Dampfplauderer?
Mir fällt in der letzten Zeit verstärkt auf, dass solche Typen, das gilt auch für Müller und Hummels, immer etwas besser und kritikloser gesehen werden, "leisere" Akteure und Teainet immer zu schlecht wegkommen.
Aber auch hier spiegelt sich die Gesellschaft. Es ist durchvStudien erwiesen, dass der Typ "Außendienst" tendenziell in Unternehmen zu hoch befördert wird, der introvertierte Typ ",Nerd" positionstechnisch eher zu schlecht wegkommt. Ähnlich ist ja auch die Beurteilung bei Kahn/Salihamidzic. Brazzo wird immer als etwas dümmlich dargestellt, was er nicht ist. Er kann sich nur nicht so ausdrücken.
Aber gut, wir haben halt in Vielem eine mediale Welt, wo die Leistung oft nicht mehr neutral bewertet wird..
Ein Typ wie Heynckes 1980-1991 hätte doch heute überhaupt keine Chance mehr. Ein Rehhagel auch nicht.
Geändert von Noppenzar (19.06.2020 um 19:04 Uhr)
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