Barmer:
Leiden Tiere?
Wenn Du diesen Artikel - und ggf. noch die eine oder andere Quelle dazu - liest, wirst Du möglicherweise auch aus Deiner verstands- und wissenschaftsorientieren Position heraus anerkennen, dass Tiere um verlorene Angehörige trauern und darunter leiden können. Wer jedoch selbst ein Tier besitzt, wird das möglicherweise auch schon beobachtet haben.
Wir hatten mal einen Hund, der sich mit einem Wellensittich angefreundet hat. Der Wellensittich hat mit dem Hund zusammen aus dem Hundenapf gefressen, ist auf dem Hund durch die Wohnung geritten und war einfach ganz oft in dessen Nähe. Als der Wellensittich dann tot war, lag der Hund wochenlang unterm Küchentisch und hat extrem schlecht gefressen. Er hat sein Verhalten komplett verändert und ja, natürlich hat er getrauert. Danach ging es bei ihm dann auch los mit diversen Krankheiten.
Unter Tierärzten ist der Begriff "Broken Heart Desease" übrigens komplett akzeptiert. Das mal dazu...
Zum Thema, Wenn Tiere nicht als Nutztiere gehalten werden, sterben sie aus:
Nein, die sterben nicht aus. Wenn Tiere nicht gebraucht werden, werden sie halt auch nicht gezüchtet, das stimmt schon. Daraus jetzt aber eine Argumentationskette zu basteln, dass Veganer dann nicht einzelne Tiere, sondern GANZE TIERARTEN auf dem Gewissen haben, ist unredlich.
Zum Einen ist es ja absurd, anzunehmen, dass die Zucht und die Schlachtung von Nutztieren irgendwann komplett auf Null sinkt. Insofern werden die Tierarten schon alleine deswegen nicht aussterben.
Zum Anderen, wenn die Kuh irgendwo in den Bergen leben würde, würde sie sicherlich auch genug Nahrung dort finden. Und nicht allzu viele natürliche Feinde. Warum sollte sie da aussterben? Was spricht gegen eine Fortpflanzung?
Der Gedankengang, Tierarten würden durch Veganer sterben, ist nicht wirklich überzeugend.
Und ja: Mir ist es lieber, ein Tier wird nicht gezüchtet, als dass es für die Massentierhaltung gezüchtet wird.