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Alt 02.07.2020, 13:07
Javaguru Javaguru ist offline
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Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Das ist kein Denkfehler, sondern Logik.
Wo keiner leidet, da kein Leid.

Womit wir wieder bei Tod = toll ankommen, wenn der Tod "sanft" eingeleitet wird und damit kein "Leid" stattfindet.
Die wie vielte Wiederholung ist das jetzt? Diese zähle ich nicht mehr, ich kann nur dreistellig.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Auch in dem Video wird im übrigen offen darüber geredet, dass die Nutztiere dann eben verschwinden, das ist dann eben ausrotten.
Ich weise Dich gerne erneut darauf hin, meine Antworten auch mal komplett zu lesen. Zum Beispiel die von 11:56 Uhr. Oder das Video komplett anzusehen und zu verstehen wäre auch eine Option. Du tust nämlich so, als wäre es zum einen etwas Schlimmes, wenn die menschlich verzüchteten Tiere, die mit ihren Vorfahren nicht mehr viel gemein haben (wird auch im Video erklärt) aussterben würden und als ob mit deren Verschwinden gleichzeitig auch alle anderen Hühner, Schweine, Rinder von der Welt verschwinden würden. Du möchtest gerne Tierkonsum damit rechtfertigen, dass Menschen die Tiere der Natur entnommen und so verzüchtet haben, dass sie in der Natur nicht mehr alleine überleben können und deshalb aussterben würden, wenn wir sie nicht essen - das ist zynisch, perfide, abstoßend und - lebensverachtend.
Vereinfacht: Ich nehme also z.B. Hühner aus der Natur, manipuliere sie so, dass sie in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Masse ansetzen oder möglichst viele Eier legen, womit ihre Körper völlig überfordert sind und sage dann nach 3-6 Monaten: Siehste, bist eh fällig (kannst nicht mehr stehen z.B.) und in freier Natur nicht lebensfähig - ich erlöse dich und damit dein Tod einen Nutzen hat, esse ich dich auch noch. Ich sorge also erst dafür, dass sie in freier Natur nicht mehr überleben können und rechtfertige dann damit, sie zu töten.
Und Du BlinderBarmer findest das gut. Wie krank muss man ticken, um sowas gutzuheißen?
Die einzige Entschuldigung, die ich für sowas gelten lassen würde, aber auch nur halbwegs: Wenn man keinerlei Bezug zu Tieren hat und diese nur aus TV, Internet, Zoos und Zirkus kennt. Ich glaube, dann ist es relativ einfach, in Tieren nur "Ware" oder "Nutz"tiere zu sehen ohne Recht auf irgendwas, sind ja schließlich "nur" Tiere und damit minderwertig, dem Menschen unterlegen, kann weg, kann geopfert oder einem "Nutzen" zugeführt werden. Muss man zwar nicht, aber hey, ich habe mich jahrelang dran gewöhnt, es schmeckt halt so lecker und sonst müsste ich ja im Regal nach links statt nach rechts greifen.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Du weigerst dich einfach, weiterzudenken.
Du weigerst Dich, den unnötigen Tod von Tierkindern als etwas Schlimmes anzuerkennen. Genau das ist es, was Dich zu einem lebensverachtenden Menschen macht.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Er sagt auch, dass Tiere ohne Leiden leben möchten.
Was sie bei artgerechter Haltung und einem schmerzlosen Tod ja auch tun.
Eingezäunt ist also artgerecht? Mit Zusatzfutter?
Artgerecht ist nur die Freiheit in freier Wildbahn, wo die Tiere auch ursprünglich her kommen.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Den schmerzlosen Tod gibt es in der freien Wildbahn übrigens nicht, da wird zum Ende hin gelitten.
Streitet niemand ab.
Wir reden hier aber nicht von den üblen Dingen, die in freier Wildbahn passieren, sondern von denen, die von Menschen erst geschaffen werden und die abgestellt gehören.

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Wenn man die Tierbestände nicht an die von einer Weide zu ernährenden Anzahl anpasst, vermehren die sich ohne Ende, und dann hungern alle Tiere, auch ein Argument für vorzeitige Entnahme.
Von welchen Tierbeständen redest Du? Die in freier Natur? Das regelt die Natur selbst. Wenn wir sie lassen, falls es nicht schon so weit gekommen ist, dass wir im Ausbeutungssinne zu weit eingegriffen haben.
Du hast doch selbst gezeigt, dass wir nur noch 6% Wildtiere in freier Natur haben - meinst Du, die überrennen uns? Die vermehren sich ungebremst, ohne natürliche Feinde und zack in wenigen Jahren sind wir ihnen hilflos ausgeliefert? Ja, passiert bestimmt auch schon seit Jahren.
Wenn Du die "Nutz"tiere meinst - diesen Mikrokosmos (im übertragenen Sinne) haben Menschen doch erst erschaffen und unter völliger Kontrolle, abgekapselt von der freien Natur. Angst vor zu vielen Tieren? Dann gar nicht erst vergewaltigen schwängern. Die vermehren sich doch nicht auf natürlichem Weg.

Du lenkst wahrlich gut ab, hilft nur nichts.
Du konstruierst wieder Szenarien, die weder mit der Realität zu tun haben noch damit, dass DU mit Deiner Entscheidung ungefähr 3x pro Tag Tierkinder retten statt töten könntest. Aber natürlich tust Du mit dem Tierkonsum etwas Gutes, weil Du ja irgend ein hypothetisches Horrorszenario verhinderst. (sagen wir lieber: zu verhindern glaubst) Dann müsstest Du im Prinzip sofort Selbstmord begehen, weil bei allem, was Du tust, hypothetisch auch irgend etwas Schlimmes passieren könnte. Nein?
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