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Alt 03.07.2020, 10:44
Javaguru Javaguru ist offline
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AW: Der Veganer-Thread

Tierrechte: Die Verdrängung des Tötens

Zitat:
"Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren, nur von toten."
Zitat:
Wir werden die Tatsache, dass in Schlachtfabriken jedes Jahr etwa 800 Millionen Tiere getötet werden, weil die Mehrheit der 80 Millionen Deutschen Tiere essen will, nicht dadurch in den Griff bekommen, dass alle Fleischesser*innen sich – zumindest momentan – vornehmen, nur noch Fleisch beim "Metzger um die Ecke" oder dem "Bauern ihres Vertrauens" zu kaufen. Erstens gibt es diese beiden oft zitierten Gewissenströster*innen in der Form und Anzahl gar nicht und zweitens darf man nicht vergessen, dass auch sogenannte Biotiere nicht freiwillig in den Tod gehen, sondern meist sogar in denselben Schlachthöfen geschlachtet werden wie die konventionellen.
Zitat:
Altvertraute Rechtfertigungsmuster – oder das wohlbekannte Framing – erlauben es ihnen, das tägliche Töten ohne emotionale Konflikte zu verrichten: "Die Tiere sind dazu da" oder "Es muss ja gemacht werden" und "Wenn man es ordentlich macht …"
Zitat:
"Artgerechte Tierhaltung" ist ein Oxymoron - Es kann nicht gut sein, wenn der beschriebene Mechanismus des Von-sich-weg-Schiebens alltäglich eingeübt wird. Dies geschieht ja nicht nur beim Schlachten, sondern bei jeder Mahlzeit, bei der auf einem Bein herumgekaut wird und einem die Stimme der Tradition unbemerkt und gleichsam beschwichtigend zuraunt: "Es ist nur ein Hühnerbein."
Zitat:
...artgerechtes Kälber-Wegnehmen und gewaltfreies Töten gibt es nicht, und "Respekt vor Tieren" heißt, sie nicht einzusperren, ihre Familien nicht zu zerreißen und sie nicht zu töten.
Zitat:
Aber irgendwer muss auch dafür kämpfen, dass die Sau irgendwann tatsächlich rauskommt – raus aus dem System, raus aus der Nutzung als Gebärmaschine, runter von dem vorgezeichneten Weg zum Schlachthof. Jemand muss die Ideale eines friedlichen Zusammenlebens mit anderen Spezies hochhalten. Es müssen auch diejenigen angehört werden, die oft "radikal" oder "utopisch" geschimpft werden, weil sie sich trauen, vom Recht auf Freiheit und Leben auch bei nicht menschlichen Tieren zu sprechen.
Amen!
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