Zitat:
Zitat von Wohlfühlbacher
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Jedem passiert mal ein Fehler, dir anscheinend nie.
Liest man allerdings solche dümmlichen Kommentare auf Grundschulniveau, dann weiss man als konservativer Mensch, dass man den Kern der Sache durchaus korrekt getroffen hat,
Cycromer hat doch recht. Die Grünen verkaufen sich, übrigens genauso wie die AFD auf der anderen Seite als die "anderen".
Solche Parteien sind immer dann besonders stark, wenn diebreite politische Mitte schwächelt und am Bürger vorbei regiert oder ein medialer Zeitgeist die Themen der Randparteien nonstop pusht. Die Grünen haben halt eine enorm überproportional hohe Anhängerschaft bei Personen des öffentlichen Lebens. Es ist in der Großstadt hip grün zu sein.
Wo ich Cycromer allerdings widerspreche ist , dass die Grünen das Land weiterentwickeln möchten. Richtig ist, dass sie das Land nach ihrer Ideologie umformen möchten.
Letztendlich haben sie eine Kernwählerschaft, die bundesweit irgendwo zwischen 5 und 8 Prozent liegen dürfte. Der Rest sind Wähler, die immer der Mode nachlaufen und sich wunder was von der Partei erhoffen/erträumen und sich vom Auftritt des Duos Habeck/Baerbock blenden lassen.
Das sind aber die, die in einer echten Krise dann schnell wieder etwas anderes wählen.
Ich bin mal gespannt, mit wem Union und SPD dann tatsächlich antreten. Für die Grünen wären Merz und Scholz ideal. Die können sie attackieren, da ist die Flanke für ihre Themen weit auf.
Nimmt die Union Söder und die SPD einen eher linken Kandidaten, dann werden die Grünen ein erheblich schlechteres Ergebnis erzielen. Durch den medialen Push werden sie immernoch zwischen 10 und 15% holen, aber lange nicht das, was sie sich erträumen.
Mal zur FDP:
Mit Lindner wird das nichts mehr. Das neoliberale Gesellschaftsmodell ist der Masse nicht mehr zu verkaufen. Dafür ist bei der EU-Osterweiterung, den Arbeitsmarktreformen und im Sozialen in den letzten Jahren zuviel verkehrt gelaufen. Gerade jetzt in Corona dreht sich der Zeitgeist doch wieder in Richtung "mehr Staat", weil in solchen Situationen der Markt eben nicht alles regeln kann. Die Partei wäre am besten beraten, wenn sie ihren Kurs ändert und sich ähnlich aufstellt wie in der Genscherzeit. Vertreter des gehobenen Mittelstands zwischen selbstständigen Handwerker und Apotheker. Aber als reiner Vertreter des Großkapitals wird man kaum noch einen Blumentopf gewinnen.