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Alt 19.09.2004, 20:02
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Bow Bow ist offline
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Zitat:
Zitat von Knipser
Wenn zuviel Molekülketten gerissen sind, dann ist der Belag kaputt.
lustig. Aber wem ist denn schon mal passiert, dass er den Kleber aufgetragen hat und schwupps war das Obergummi gerissen? Also so ist das ja auch wieder nicht. Der Belag reißt dann immer noch aufgrund der Dehnung beim Spiel, da sind wir uns schon einig, oder? Vorher ist der Belag noch nicht kaputt.
Zitat:
Zitat von Knipser
Ich würde mal vermuten, dass weiche Beläge beim Frischkleben eher kaputt gehen, da die Verbindungen eh schon locker sind.
Bei den „vorgespannten“ Belägen“ könnte ich mir Vorstellen, dass die Molekularverbindungen unter „Spannung“ stehen und die Lösemittel leichtes Spiel haben, diese dann aufzutrennen und so diese Beläge auch schneller Risse oder ähnliches bekommen.
Gruß, Knipser
BTW: Kautschuk-Moleküle: Das sind sozusagen lange Molekülketten, die in Schlingen liegen und die dann noch mit Schwefelbrücken querverbunden sind. Bei synthetischem Gummi (auch enthalten) sind das andere Elemente, aber das Prinzip ist gleich: Bei weichen Belägen hat man vielleicht weniger dieser Querverbindungen, aber wohl kaum "lockerere" Bindungen. Die gibts in dem Sinne nicht. Sozusagen digital: Bindung oder nicht.

Bei den Gummi´s die unter Spannung stehen, ist es deswegen nicht leichter, die Bindungen zu unterbrechen. Die Energie ist genau die gleiche, die pro Bindung aufgewendet werden muss, sie zu unterbrechen.
Ich denke, man muss sich das so vorstellen, dass es gelungen ist, dass die "Schlingen" vor der Vulkanisation etwas kürzer gezogen werden, und die Spannung dann durch die Schwefelbindungen gehalten wird. Klar ist auch, dass die Elastizität irgendwann ein Ende hat und dann ein "Bruch" oder "Riss" bei Überspannung auftritt. Diese Dehnungsgrenze ist logischerweise bei unter Spannung stehenden Belägen früher erreicht, weil ein Teil des "Dehnungsweges" schon bei der Produktion verringert worden ist.

Ansonsten danke für den Hinweis
Gruß
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