Einzelnen Beitrag anzeigen
  #2  
Alt 18.07.2020, 13:32
tim-buktu tim-buktu ist offline
Noppenteufel
Forenmitglied
 
Registriert seit: 20.04.2007
Alter: 44
Beiträge: 118
tim-buktu ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Dr. Neubauer Tornado Extreme

Hallo,

ich habe ihn nun zwei Einheiten in 2,0 mm (rot) gespielt.

Zu meinem Spielsystem:
Ich spiele auf der VH den XIOM Omega VII Pro in 2,0 und agiere ausschließlich tischnah. Normalerweise spiele ich auf der RH passiv mit und warte auf den 1. Angriffsball des Gegners, der Block auf diesen Eröffnungsball ist mein Einstieg ins Spiel, dieser soll dann auf eine Ecke platziert werden um dann den Gegner auszuspielen und durch sicher aber platziertes Blockspiel zu Fehlern zu zwingen. Mit der VH kann ich auch selbst mit Topspin angreifen, wenn der Gegner zu passiv agiert, blocke aber auch viel mit der VH.

Zum Belag selbst / Noppengeomtrie:
Der Tornado Extreme soll die Fortsetzung des Tornado Ultra darstellen. Jedoch ist die Noppengeometrie doch eine ganz andere. Die Noppenanordnung ist vertikal (beim T. Ultra horinzontal) und die Noppenköpfe sind ebenso geriffelt, jedoch kleiner und auch die Abstände zwischen den Noppenköpfen sichtbar größer als beim Tornado Ultra. Die Härte des Obergummis und der Schwamm selbst sind deutlich härter als bei vielen anderen Noppen auf dem Markt aber auch vergleichbar mit dem Tornado Ultra.

Erwartungshaltung:
Ich hatte schon vor einem Jahr die Info von Dr. Neubauer, dass zu meinem langjährigen Noppenbelag Tornado Ultra eine Fortsetzung geplant ist und daher war die Spannung groß, was mich erwartet. Umso überraschter war ich, als ich nach Auspacken die doch sehr unterschiedliche Noppengeometrie gesehen habe. Diese richtet sich doch stark nach Tempo aus und nicht auf Rotation (verglichen zum Tornado Ultra) und in diesem Punkt war ich dann vor dem Testen etwas skeptisch, ob der Belag zu meinem Spielsytem passt.

Testeindrücke:
Letzendlich spielt sich der Belag von den Eigenschaften her so wie erwartet. Wo der Belag seine Stärke entfaltet, ist die Kombination aus Tempo + Störeffekt bei Blockbällen. Ich muss sagen, dass ich so etwas noch nicht gesehen habe. Nicht nur der Gegner empfindet den Störeffekt als unangenehm, man selbst aus Spielerperspektive auf der anderen Tischseite sieht deutlich, wie die Bälle auf der anderen Seite abtauchen - in einer außergewöhnlichen Geschwindigkeit. Abstriche müssen aber hingegen im passiven Spiel gemacht werden. An die Rotationsentwicklung des Tornado Ultras beim Schupfen kommt der Belag m. E. nicht ran. Auch ist er passiv schwer zu kontrollieren. Besonders in der 1. Einheit habe ich doch einige Türme gestellt, mancher Ball ist weit über den Tisch hinausgeflogen. In der 2. Einheit habe ich mich schon etwas darauf eingestellt, aber ich kann noch immer nicht so druckvoll und flach mit viel Rotation schupfen wie mit dem Tornado Ultra.

Fazit:
Der Belag ist sicherlich schwer zu spielen, es gehört hier eine gute NI-basierte Schlagtechnik und eine gute Beinarbeit dazu. Man muss halt wirklich gut zum Ball stehen, sonst wird der Belag auch unkontrolliert. Ein einfaches Hinhaltespiel ist mit dem Belag nicht möglich. Der Belag muss aktiv gespielt werden. Für mich selbst muss ich in den nächsten Einheiten herausfinden, ob die Vorteile aus dem gefährlichen Blockspiel den Nachteilen im passiven Spiel überwiegen.
Mit Zitat antworten