Einzelnen Beitrag anzeigen
  #49717  
Alt 20.07.2020, 16:59
Noppenzar Noppenzar ist offline
registrierter Besucher
Foren-Urgestein - Master of discussion **
 
Registriert seit: 08.04.2008
Alter: 49
Beiträge: 8.312
Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: DER Thread für politisch Interessierte

Die Studie wird blockiert, weil dort auch extrem links angehauchte sog. "Soziologen" mitarbeiten sollen, die auf Teufel komm raus was finden wollen. Siehe die Studie der Uni Bielefeld, wo auf einmal angeblich 50% der Deutschen ausländerfeindlich gewesen sein sollten, es sich aber nachträglich herausstellte, dass Fragestellung und deren Auswertung derart manipulativ war, dass schn normal kritisierende Antworten an der Flüchtlingspolitik als ausländerfeindlich interpretiert wurden.


Ich gebe mal ein einfaches Beispiel aus meiner Jugend bezüglich Profiling.

Wir hatten in unserer Clique einen Autoschrauber. Gebürtiger Osteuropäer, in der Schule mit Lehrern schlechte Erfahrungen gemacht und auch er witterte, als er mit seinem prolligst getunten Auto nahezu jeden Tag angehalten wurde "Ausländerfeindlichkeit". Immer nur er, wir anderem nie, das kann doch nur an seiner Herkunft liegen usw, usw.. Im ersten Moment könnte man das denken, zumal er auch den klassisch osteuropäischen Schädel hat und seine Herkunft kaum verleugnen kann. Dann passiere aber ein "Wunder". Seibe Eltetn (!) haben ihm gesagt, dass er sich endlich ein normales Auto kaufen soll, dann hätte er seine Ruhe. Hat er dann auch gemacht, die tiedergelegte Karre mit Heckflügeö und Käfig wurde abgeschafft und ein normaler Wagen angeschafft. Und welch Wunder... Ab dem Tag wurde er kaum noch kontrolliert. Nicht mehr oder weniger als alle anderen.

Ich selbst habe über die Jahre auch mit mehreren Nigerianern trainiert, zum Teil in der Mannschaft gespielt und wir sind auch mit denen unterwegs gewesen. Nichts. Egal ob Diskotür, Restaurant, oder einfach so auf der Straße. Niemals wurde einer von ihnen schief angeguckt, kam irgendwo nicht rein oder wurde schlecht behandelt.

Diverse kulturelle Eigenheiten sorgten eher für Erheiterung. Das fing mit zehennägelschneiden mitten in der Halle an, setzte sich über Ess-/Trinkgewohnheiten fort bis hin, ich werde die Szene nie vergessen können, wie einer von den Jungs nach dem Training aus der Dusche kam, allen sein ausgefahrenes Gemächt präsentierte über das er sein Handtuch wie über einen Handtuchhalter gelegt hatte und seine Witze über die Europäer diesbezüglich machte.

Ist das rassistisch? Ich denke nein. Da sind einfach kulturelle Unterschiede, die man entweder akzeptiert hatte, dann kamen alle prima miteinander klar oder man macht aus jeder Mücke einen Elefanten.

Genauso hatten wir mal jemanden aus der "LGBTQ" Community, kurz gefasst einen Schwulen, im Verein. Auch da gab es regelmäßig Frotzeleien, die letztendlich niemanden störten. Wir haben Sprüche gemacht und wenn er in die Dusche kam war der Standardspruch "Jungs, Pobacken zusammenkneifen, ich komne", was aber auch nur witzig gemeint war.

Was ich damit sagen will. Menschen sind verschieden und wenn sie in anderen Kulturen aufwachsen sind Unterschiede oft sehr deutlich. Und dann hat man die Wahl. Akzeptieren und locker damit umgehen oder überall Diskriminierung wittern. Ersteres führt mMn. zu einem problemlosen Miteinander, Letzteres führt nur zu immer mehr Zwist.

Ich hab auch mit Muslimen zusammengespielt. Manche davon duschen halt in Unterhose, trinken kein Bier und essen kein Schweinefleisch. Kein Problem, solange niemand der anderen missioniert werden soll. Und das hat nie jemand von denen, wo ich mit zusammenspielte, getan.


Hier wird ein Problem hochgespielt, welches eigentlich kaum eines ist. Esume wurde mal gefragt, wie oft er Rassismus erlebt. Er sagte dann vielleicht bei jeder 100. Begegnung. Er sagte auch, dass er nicht aufgrund einer Quote Trainerstellen bekommen möchte, sondern aufgrund der Leistung. Er hat auch gesagt, dass das in den USA eine ganz andere Dimension als in Deutschland hat.

Vielleicht sollte man mal mehr auf solche Personen hören, die zwar kritisch aber sachlich sind, als auf irgendwelche Aktivisten oder Soziologen, die letztendlich umso besser leben und umso mehr Aufmerksamkeit bekommen, je mehr man das Ganze aufbauscht.