Zitat:
|
Zitat von martinspin
Das mit den Bindungen zwischen den Molekülen ist schon eine interessante Sache: Sind die Moleküle flach und sind keine Querverbinungen zwischen ihne vorhanden, haben wir es mit Thermoplasten zu tun, die zwar formbar aber nicht elastisch sind. Bei den Elastomeren haben wir es mit Makromolekülen zu tun, die in einem ungeordneten und verknäulten Zustand vorliegen. Die Querverbindungen verleihen dem Material zusätzlich Elastizität.
Nach oben gibt es noch eine Steigerung zu den Duroplasten, die dreidimensional so stark vernetzt sind, so dass sie völlig unelelastisch, hart und spröde sind.
Die Zahl der Querverbindungen entscheidet offenbar über die Elastizität des Materials: Keine Querverbindungen = Formbar aber nicht elastisch; Teilweise vernetzt = Elastisch; Stark vernetzt = Unelastisch.
|
leider nein!!
Wenn das mal Alles so einfach wäre…
so jetzt wo 95% meiner Beiträge nur dummes Zeug beinhalten, versuch ich Dich mal davon zu überzeugen dieses Thema abzuhaken und die Beläge zu nehmen die sie halt sind.
Sehr komplizierte Gebilde von unterschiedlichen Molekülen.
Kunststoffe sind organische Verbindungen, das heißt Verbindungen mit Kohlenstoff. Die kleinsten Bausteine eines Elements sind die Atome. Mehrere Atome können sich zu einem Molekül zusammenschließen. Die Kunststoffe und alle organischen Werkstoffe basieren auf der Fähigkeit des Kohlenstoffatoms, Kettenmoleküle zu bilden. Diese Kettenmoleküle nennt man auch Makromoleküle oder Polymere. Sie werden durch chemische Reaktion von Einzelmolekülen (Monomeren) gebildet. Makromoleküle sind räumlich angeordnet, sie werden jedoch meist in einer Ebene dargestellt.
Die Größe der Makromoleküle wird durch das Molekulargewicht und den Polymerisationsgrad angegeben. Unter Polymerisationsgrad versteht man die Zahl der zu einem Makromolekül vereinigten Monomere. Das Molekulargewicht ist die Summe der Atomgewichte der in einem Monomer enthaltenen Atome. Diese Werkstoffe können mehrmals aufgeschmolzen oder gelöst werden. Werden die Ketten durch Querbrücken mehr oder weniger vernetzt, spricht man von Elastomeren oder Duroplasten. Sie sind nicht schmelzbar oder löslich.
Da die Mehrfachbindungen unbeständiger als Einfachbindungen sind, können sie durch zufuhr von Energie leicht aufgespalten werden. Und die dadurch entstehenden freien Valenzen verknüpfen sich zu Kettenmolekülen. Diesen Vorgang nennt man Polymerisation. Eine zweite Art ist die Polykondensation (unterschiedliche Monomere verknüpfen sich) Mit hilfe von Polyaddition und Polykondensation können sowohl kettenförmige als auch vernetzte Kunststoffe gebildet werden.
Auch bei der Polymerisation können die Ketten nicht nur aus gleichen, sondern auch aus verschieden Bausteinen aufgebaut seien. Diesen Vorgang nennt man Copolymerisation. Man unterscheidet statische, alternierende und Block-Copolymere.
Die Kunststoffe haben unterschiedlich große Bindungskräfte. Nebenvalenzkräfte sind physikalische und Hauptvalenzkräfte sind chemische Bindungskräfte. Hauptvalenzkräfte sind um ein vielfaches größer als die Nebenvalenzkräfte.
Nun zu Deinem großen Problem, du kannst einen Schwamm mit Härte 40 nicht mit einem Schwamm Härte 40 vergleiche. Durch die Blockcopolymerisation wurden beim Hersteller unterschiedliche Monomere vernetzt. Diese haben andere temp. und chemische Bindekräfte. Du müsstest erst untersuchen um welche „Kunststoffmischung“ es sich handelt, bevor du die
weiteren Eigenschaften beurteilen kannst.
Die ist z.B. der Grund warum Belag X besser auf Frischkleben reagiert als Belag Y und Belag Z sofort Schrott ist. die ist auch der Grund warum Belag X hart und langsam und Belag Y härter und schneller ist, wobei Belag B weicher und schneller als Belag A ist??
Ein weitere Beispiel: Silikongummi hat eine Dichte von 0,8 und Weich PVC hat eine Dichte von 1,19-1,35 und Naurkautschuk hat eine Dichte von 0,92-1. (Alles weiche Kunststoffe die vernetzt werden können) … aber z.B. Polyamide (PA6 ist hart für Handygehäuse) hat eine Dichte von 1,12-1,15. Aus diesen vier Grundstoffen kannst Du tausende Mischungen machen die alle eine Dichte von 1 haben und alles unterschiedliche Valenzkräfte besitzen. Da man lösliche und nicht lösliche Kunststoffe unterscheidet verändern sich die Eigenschaften nicht liniear beim Einfluß von Energie wie Temperatur oder Tischtennisball.
Fazit: Finger weg von der Analyse!
Schönen Gruß und schlaflose Nächte