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Zitat von Omma
Um das Sandkastengehabe hier mal wieder in konstruktivere Bahnen zu lenken...
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Danke!
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Zitat von Omma
Ich bin selber (noch) Fleischesser, und dem Käse werde ich wohl auch auf längere Sicht nicht absprechen, bin aber langsam aber sicher auf dem Weg, dass mich der Fleischkonsum ab und zu anwidert.
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Du kannst also damit leben, dass u.a. für Deinen Käse in Deinen Mahlzeiten Kühe vergewaltigt werden, die männlichen Kälber binnen kurzer Zeit als Abfallprodukte getötet werden, den Kälbern ihre eigene Muttermilch vorenthalten wird und sie (wenn es weibliche Kälber sind) und ihre Mütter ausgequetscht werden, und wenn sie nicht mehr produktiv genug sind = genug Milch "geben", getötet werden?
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Zitat von Omma
Jetzt mag der ein oder andere behaupten, ich schmücke mich nur mit fremden Lorbeeren, wenn ich das ernst meinen würde, würde ich einen Schlusstrich ziehen. Nun, nein. Die Bratwurst heute war köstlich, obwohl Fleischbrei. Nicht drüber nachgedacht. An anderen Tagen ist es mir bewusster, da bringe ich es nicht über mich, Fleisch zu essen. Wurst zumindest habe ich seit 3 Jahren fast vollständig vermieden. Soll heißen: ich bin auf dem Weg.
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Was hindert Dich? Greif im Regal nach links statt nach rechts, fertig. Easy as it seems.
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Zitat von Omma
Javaguru macht es einem mit Sicherheit nicht leicht, sich mit der Sache auseinanderzusetzen. Ich habe ja schon so manchen Veganer erlebt, aber dermaßen verbissen, borniert und herabwertend, habe ich dabei noch nie jemanden sprechen hören.
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Ich bin eben kein großer Freund von wischi-waschi-Aufweichungen der Klasse "Gelegenheits-Veganer". Hatten wir schon mal:
- Ich esse nur selten Fleisch.
- Ich schlage nur selten Frauen.
- Ich trete nur selten Kinder.
Was fällt Dir auf?
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Zitat von Omma
Im Kern hast du mit Sicherheit Recht, dass Tiere, egal in welcher Form sie eine Persönlichkeit, Gefühle, oder Intelligenz habe, vom Menschen schamlos ausgenutzt, misshandelt und umgebracht.
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Und das ganze völlig unnötig. Warum also weiter machen damit?
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Zitat von Omma
So wie du hier allerdings argumentierst, erscheint es als basiere deine ganze Weltsicht darauf, dass 98% der Weltbevölkerung Mörder seien und jeder, der ein Tier auch nur anguckt (AUSBEUTUNG!) hinter Gitter gehört. Und dumm ist. Und kaltherzig. Und Überhaupt ein Abbild des Teufels.
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Erneuter Versuch einer Klarstellung:
Natürlich halte ich nicht 98% für Mörder. Aber sie bezahlen andere Menschen dafür, unschuldige Tiere unnötig zu ermorden und haben damit ebenfalls Blut an den Händen.
In erster Linie halte ich diese Menschen, und die Vollstrecker, deshalb für egoistisch und niederträchtig. Wie sonst soll man es nennen?
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Zitat von Omma
Nun gut, kein Wunder, wenn man sich mit so jemandem nicht inhaltlich auseinandersetzen möchte. Argumentieren kann man ja nicht, deine Meinung ist absolut. Anderen ihre Meinung zugestehen, tust du aber auch nicht, also auf welcher Grundlage soll eine Diskussion stattfinden?
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In diesem Fall gibt es eben eine Absolutheit. Wir brauchen keine Tierprodukte zum Leben, also ist die entsprechende Tötung ein Akt der Gier. Was will man da schönreden? Halbtot gibt es nicht und es geht auf der Anbieterseite nur um Profit, Tiere als Ware und Produktionsmittel. Siehe oben. Jeglicher Argumentationsversuch, diesem schlimmen Akt etwas Positives abzugewinnen, kann nur Ablenkung oder Schönreden sein, der Versuch, eine schlimme Sache etwas weniger schlimm aussehen zu lassen. Der Versuch, Scheiße in buntes Papier zu wickeln und als schön zu verkaufen.
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Zitat von Omma
In meinen Augen, Javaguru, gibt es durchaus Abstufungen.
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Ich bin ja durchaus d'accord damit, dass 1x pro Woche Fleisch besser ist als 7x pro Woche. Aber es ist immer noch 1x zu viel. Siehe... oben.
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Zitat von Omma
Auf der einen Seite kommt von Fleischseite das "Argument" (Wikipedia/whataboutism) "was ist mit...". "Du sagst doch das, wie kannst du dann...". Ganz einfach. Man kann nicht die ganze Welt auf einmal retten. Nur weil ich mich für Klimaschutz einsetze, heißt das nicht, dass ich nie wieder fliegen darf, von heute auf morgen zu 100% vegan bin, nur noch unverpackt, second hand, bio und fair trade kaufe. Es ist ein erster Schritt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Dieser absolutistische Maßstab ist nicht zu erfüllen, für beide Seiten nicht
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Natürlich nicht, aber warum dann nicht mit dem einfachsten und effektivsten Punkt beginnen und Tiere von der Lebensmittel-Einkaufsliste streichen?
Wie kann man es mit seinem Gewissen vereinbaren, trotzdem hin und wieder Schnitzel und Steak zu essen, wenn man die Bilder vor Augen hat, wie toll Schweine und Kühe sind und wie bestialisch sie getötet werden für diese eine Mahlzeit, die man problemlos und ganz einfach anders gestalten kann?
Herauszufinden, welche Kosmetika nicht vegan sind, wo Klebstoff mit tierischen Inhaltstoffen sind etc. ist dann Stufe 2.
Hier wird hingegen gerne gefordert, dass man als Veganer alles richtig machen muss und kein Tier sterben darf. Beides ist natürlich Unsinn, aber sobald das nicht der Fall ist, wird das sofort als Ausrede genommen, weiter genüsslich Tiere sterben zu lassen. Das ist verlogen und zeigt, dass jemand kein wirkliches Interesse daran hat, sondern nur Ausreden und Ausflüchte sucht, an seinem bisherigen Verhalten mit gutem Gewissen nichts ändern zu müssen.
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Zitat von Omma
Bei der Art wie du nämlich argumentierst, ist genau dieser absolutistische Maßstab, den du selbst an Fleischesser anlegst, der einzige, an dem du dich selbst messen lassen kannst.
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Ich lege nichts dergleichen an, das machen andere hier. Ich = die Tiere wären schon sehr gut dabei, wenn wie oben gesagt Tierprodukte als Nahrungsmittel und Kleidung vom Einkaufszettel verschwinden würden. Dazu noch Zoos und Zirkusse mit Tieren meiden. Alles weitere ist erstrebenswert, aber nicht immer so einfach machbar. Kosmetik geht noch, aber Klebstoff wird schwierig, Medikamente s.u. Im Grunde zeigt es, wie pervers unser System konstruiert ist, wenn man mal schaut, in welchen Produkten überall Tierteile enthalten sind, das ganze System basiert auf Tierausbeutung. Galle in Weichspüler - wtf?
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Zitat von Omma
Deswegen ist die Frage von Panagionis durchaus berechtigt und die einzige mögliche Haltung von dir zu dieser Frage kann nach deinem Maßstab nur eine vollständige Ablenhnung von Medikamenten sein.
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Auch hier muss man etwas differenzieren. Es geht in erster Linie darum, Tierleid zu vermeiden. Das geht eben nicht immer und ist auch letztlich eine Abwägungssache. Es wäre ja absurd, wenn ein Mensch das Medikament, was er zum Überleben braucht, ablehnt und stirbt, weil es durch Tierversuche entwickelt wurde und keine tierleidfreien Alternativen dazu existieren. In einem solchen Fall kann man sich sicherlich engagieren, dass für Alternativen nicht mehr auf Tierversuche zurückgegriffen wird.
Hier gibt es aber eben den wichtigen Unterschied zu Fleisch, Wurst, Eiern und Milchprodukten. Das Medikament wird zum Überleben gebraucht, die Tierprodukte als Nahrung aber nicht.