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Zitat von BlinderBarmer
Aber von dir hätte ich auch wirklich gerne mal eine Einschätzung der Veganerin, die die Tiere hält.
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Etwas über zwei Dutzend Meinungen von Veganern habe ich inzwischen dazu gelesen, alle bezeichnen diese Frau nicht als Veganerin und halten den ersten Teil der Wiki-Definition für unzureichend (wie ich auch).
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Zitat von BlinderBarmer
Wenn ich etwas mache, von dem ich vorher weiß, dass es die Tiere danach nicht mehr gibt und die ausgerottet sind, und ich mache das trotzdem, dann rotte ich diese Tiere absichtlich aus, egal ob ich das will oder nicht.
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Es ist eben nicht egal, ob man etwas tun muss oder nicht.
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Zitat von BlinderBarmer
1.: Überzüchtung oder Turbomast, das trifft auf alte Nutztierrassen doch überhaupt nicht zu. Das gibt es in der Massentierhaltung, die ja aber auch unstrittig schlecht ist. Um Qualzuchten ist es nun wirklich nicht schade, aber um die geht es auch nicht.
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Natürlich geht es auch um die.
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Zitat von BlinderBarmer
Rinderrassen wie Gallyoways oder Scottish Highlands stehen auf der Wiese rum und das ist es dann auch.
Und dann vermehren die sich und die Wiese ist irgendwann voll.
Und dann?
Lieber gleich alle töten, oder jedes Jahr die töten, die die Wiese nicht ernähren kann?
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Warum ist die Wiese nicht groß genug?
Gibt es keine anderen Möglichkeiten der Bestandskontrolle?
Wie verhielt es sich in all den Jahrtausenden ohne menschlichen Eingriff, hatten wir Millionen oder gar Milliarden dieser Rinder? Nein? Komisch, oder?
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Zitat von BlinderBarmer
Denn das ist der Punkt, um den es geht, töte ich einige Tiere, um die Herde zu erhalten, oder töte ich gleich die ganze Herde.
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Man kann das auch durch die Natur lösen. Hat früher prima funktioniert.
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Zitat von BlinderBarmer
Und wenn ich einzelne Tiere zum Schutz der Herde töten muss, warum soll ich das Tier dann nicht essen.
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Weil es ungesundes totes Fleisch ist. Aber allein die Annahme ist ja schon falsch.
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Zitat von BlinderBarmer
Und keine Haltung = Nichtexistenz ist keine Ausrottung?
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Keine Haltung = Natur ist für Dich keine Option, weil sich die Tiere dann ungebremst vermehren wie in den Jahren vor menschlichen Eingriffen, als tapfere und mutige Jäger die Bestände von Millionen auf ein paar reduzieren mussten?
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Zitat von BlinderBarmer
Und wenn du willst, dass es diese Tierhaltung nicht mehr gibt, dann willst du auch die Ausrottung, weil das eine ohne das andere nicht zu haben ist.
Klassisches 'Wasch mich aber mach mich nicht nass'
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Nein.
Tierhaltung muss nicht zwangsläufig mit dem herbeigeführten Tiertod einher gehen. Wer sagt denn, dass man Tiere töten muss, wenn man sie hält?
Und da, wo es Tierhaltung nur gibt, um die Tiere zu töten und daraus Profit zu schlagen (oder perverserweise "die Art zu erhalten") gehört sie eben abgeschafft. Ist ja nicht unbedingt so, dass die Art damit automatisch ausgerottet wird, in der Natur gibt es von einigen Arten ja auch Exemplare. Hühner sterben nicht aus, wenn Deutschland keine Hühner mehr zum Essen züchtet.
Zurück zur Natur ist im Grunde anzustreben. Unfassbare Flächen wurden und werden gerodet, um Tierfutter anzubauen, dabei gleichzeitig Lebensräume für Tiere zerstört. Den Tieren jetzt einen Strick daraus zu drehen, dass sie z.B. in die Städte kommen, weil ihnen durch Menschen der natürliche Lebensraum genommen wurde oder der Lebensraum nicht mehr ausreicht für die von Menschen gezüchteten Tiere, ist perfide und zynisch.
Schrieb ich aber auch schon ein paar Mal. Die "Lösung" Arterhaltung durch aufessen kann es jedenfalls nicht sein, das ist genau so perfide und zynisch.
Und vor allem ein zunächst einmal spekulatives, theoretisches Problem, über das man sich notfalls noch mal intensive Gedanken machen kann, wenn die Entwicklung tatsächlich dermaßen fortschreiten sollte.