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Zitat von crycorner
Ich warte ja meinerseits auch noch auf konkrete Ideen, wie das Jagen obsolet werden kann. Einfach nur sagen, dass es andere Möglichkeiten gibt, reicht ja nicht.
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Ich werfe mal das Wort Kastration in den Ring. Ob das eine Lösung ist, die ultimative oder auch nicht, weiß ich nicht, aber es ist eine dritte Möglichkeit. Und es wird sicher noch weitere Möglichkeiten geben, wenn man sein Hirn mal ein bisschen anstrengt. Einfach nur zu sagen schwarz oder weiß, abknallen oder wir werden überrannt, ist ein zu enger Horizont.
Für mich sind das weiterhin sowohl spekulative (der blinde Barmer fabuliert ja immer von den sich ungebremst vermehrenden freigelassenen "Nutz"tieren) als auch selbst erzeugte Probleme, die man nicht einfach so weiter "lösen" muss wie bisher. Füchse abschießen und dann die Hasen abschießen, weil die sich mangels Füchse ungebremst vermehren ist jedenfalls perfide und abzulehnen.
Das spekulative Problem kann, wie ich schon x-mal schrieb, angegangen werden, wenn es sich tatsächlich abzeichnen sollte, notfalls (!) eventuell auch durch Bejagung, das wäre entgegen des Blinden Ansicht trotzdem vegan. Bisher ist in der Natur jedenfalls kaum was davon zu sehen, dass sich irgendwelche Tiere ungebremst vermehren. Ratten und Tauben vielleicht, fast alle anderen stehen eher auf der roten Liste. Wie ich oben schon schrieb, innerhalb der nächsten 10 Jahre wird der Mensch 1 Million weitere Tierarten ausgerottet haben. 1 Million. Und der blinde Barmer bekommt Albträume davon, dass wir Menschen überrannt werden von sich ungebremst vermehrenden Tieren? Das klingt ziemlich lächerlich, oder?
Zitat:
Zitat von crycorner
Und dass unter den Jägern halt viele Leute sind, die das auch irgendwie cool und als sportliche Herausforderung sehen, die Tiere zu töten, liegt ja auch irgendwie in der Natur der Sache.
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Und deshalb muss man ohne Sinn und Verstand einfach aus Lust am Töten wehrlose Tiere abknallen?
Zitat:
Zitat von crycorner
Der Mensch hat dieses Gleichgewicht durcheinander gebracht, es dann irgendwann bemerkt und versucht nun - mal besser, mal schlechter - seiner Verantwortung als Regulativ gerecht zu werden.
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Und das macht er nun aus Tötungsgeilheit durch Töten und nicht durch Wiederherstellen der ursprünglichen Situation. Toll.
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Zitat von crycorner
Also, wo sind die Alternativen? Kastrationsquote? Fressfeinde rücksiedeln? Was kann man denn da machen?
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Klingt doch nicht schlecht.
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Zitat von markx
Das kann ich aber schon nachvollziehen: Man schafft sich ja ein Haustier aus einem oder mehreren Gründen an, z.B. weil es niedlich ist, weil man sich allein fühlt, weil man einen Spielkameraden für sich oder die Kinder sucht, aus Erziehungsgründen, um Einbrecher abzuschrecken etc. Das Tier erfüllt also einen bestimmten Zweck (und wenn es der ist, dass sein Besitzer glücklicher ist). Das kann man schon als Ausbeutung interpretieren...
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Auch hier ist der Tellerrand wieder sehr knapp. Kannst auch Du Dir keinen anderen Grund vorstellen? Tiere als Waffen, Statussymbole, Luxusobjekte, "Spielzeug", von Hobbyzüchtern etc. lehne ich ab, keine Frage.