Zitat:
Zitat von Noppenzar
Aber sei beruhigt: wäre ich noch in der 11 und hätte LK bei Danielson würde ich ihm den ganzen Tag das erzählen was er hören will.
Ähnliches höre ich zum Teil auch von Jugendlichen bezüglich FfF usw. Klar, man kennt den Lehrer, weiß ihn politisch einzuordnen und dann erzählt man ihm halt, was er hören möchte...
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Wenn sich ein Schüler mit den Texten hinreichend befasst hat, die im Unterricht thematisiert werden und er sich deshalb fundiert und differenziert zu ihnen schriftlich und mündlich äußeren kann - und das auch noch sprachlich sicher und stilistisch gewandt, bereitet einem der Beruf große Freude.
Die Mehrzahl meiner ehemaligen Schüler wählt dennoch wohl eher konservativ - so wie ihre Eltern -, in BaWü regiert bekanntlich Grün-Schwarz (Kretschmann und Palmer sind sicherlich keine linken Politiker!). Als verkappter Sozi-Lehrer habe ich mit meinen Missionarsbemühungen keine Chance. Ich werde aber nicht aufgeben, die Heranwachsenden mit Lessing, Schiller, Goethe oder Thomas Mann zu indoktrinieren. Wer die mitunter links-grün-versifften Ansichten deutscher Literaten nicht teilt, wird keine gute Note bekommen können. Noppenzar hat vollkommen recht.
Die armen jungen Menschen: Sie können sich weder ihre Eltern noch ihre Lehrer aussuchen. Das Schlimme dabei: Sie tragen es einem ihr Leben lang oftmals nach, nachdem sie von ihren Erziehern ungerecht behandelt worden sind. Noppenzar hat im Forum schon ansatzweise seine persönliche schulische Trauma-Geschichte erzählt. Vielleicht erfahren wir bald mehr darüber, was alles in seiner Schulzeit in NRW falsch gelaufen ist. Angesichts der Schrecknisse der Erziehung sollte man überlegen, ob Lehrer überhaupt noch als Erzieher in die Entwicklung von Kindern eingreifen sollten. Denn wir alle wissen seit Rousseau: Der Mensch ist von Natur aus gut. Wenn ich an die Forumsschreiber im Einzelnen denke, bin ich sicher, sie waren früher alle höchst angenehme junge Menschen, ehe sie von links-grün versifften Lehrern ungerecht behandelt worden sind.
Zitat:
Zitat von Noppenzar
Der Beruf Lehrer zieht nunmal sehr linksladtige Persönlichkeiten an wie das Licht die Motten.
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Als vermeintlich linkslastiger Deutschlehrer bin ich in meiner Fachschaft wohl in der Minderheit. Gerade Kollegen, die aus der ländlichen Region kommen, in der ich unterrichte und nicht wie ich hinzugezogen sind, wählen konservativ.
Abschließend: Ich denke, ich habe einen tollen Beruf - wenn nur nicht die Kollegen wären...
Könnten wir weitercoronen?