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Alt 20.09.2004, 20:50
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Röthenbach erobert die Tabellenspitze

Nürnberger Zeitung 19.9.04

Tischtennis-Frauen des TTC Femont besiegten Watzenborn-Steinberg mit 6:3


RÖTHENBACH/St. W. (NZ). — „Das hat einen Riesenspaß gemacht.“ Franz David, Trainer des Zweitligisten TTC Femont Röthenbach, war von den Darbietungen seiner Tischtennis-Frauen und natürlich dem Ergebnis hellauf begeistert. Kein Wunder, denn nach einem tollen, stellenweise sogar dramatischen Spielverlauf, setzten sich die Röthenbacherinnen gegen den starken NSC Watzenborn-Steinberg mit 6:3 durch. Verdienter Lohn der knapp dreistündigen harten Arbeit war die Übernahme der Tabellenführung.

„Das wird ein heißer Tanz“, war der Trainer schon vor der Begegnung sicher. Anhaltspunkte dafür hatte er genügend. Schließlich endeten die Spiele in der abgelaufenen Runde 5:5 und 1:6 - die Fränkinnen hatten noch eine Rechnung offen. In der Abschlusstabelle sprang für Watzenborn ein fünfter, für Röthenbach ein sechster Platz heraus. Zahlen, die zeigen, wie nahe beieinander das Leistungsvermögen beider Teams ist. Da sich zudem die Mannschaftsaufstellungen nicht verändert haben, musste es wieder richtig knapp werden. Und es wurde knapp, wenn auch erst gegen Ende.

Über weite Strecken sah es nämlich nach einer unerwartet klaren Angelegenheit für die Röthenbacherinnen aus, die nach 90 Minuten mit 4:0 in Führung lagen. Die gewonnenen Eingangsdoppel (David: „Ein Riesenvorteil für uns“) sowie Svenja David und Jelena Gajic sorgten für einen ebenso überraschenden wie (anscheinend) beruhigenden Vorsprung.

Doch geschlagen gaben sich die Gäste natürlich noch lange nicht, schließlich zählt ihr hinteres Paarkreuz auch ohne Altmeisterin Branka Batinic zu den besten der Liga. Das bekamen Angelina Gürz und Sandra Peter, die für Urlauberin Jessika Weikert ins Team gekommen war, zu spüren. Trotz ansprechender Leistungen hatten beide nicht den Hauch einer Chance und unterlagen glatt. Also nur noch 4:2. Und es sollte noch spannender werden.

Extralob vom Ehemann
Zwar entschied Svenja David auch das zweite Einzel für sich und kassierte dafür ein Extralob vom Ehemann (Trainer David: „Das war richtig gut"), doch Jelena Gajic kassierte am Nebentisch die befürchtete Niederlage. So musste ausgerechnet das hintere Paarkreuz entscheiden. Und dort wuchs Angelina Gürz förmlich über sich hinaus. Die 16-Jährige rang die bis dato in fünf Spielen noch ungeschlagene Tatjana Bär in fünf hart umkämpften Sätzen nieder und ließ sich vom Publikum gebührend feiern. Fast schade für Sandra Peter, die beim Stande von 7:4 im letzten Durchgang ebenfalls auf einen Fünf-Satz-Erfolg zusteuerte.

Die Revanche jedenfalls ist vollauf gelungen in einer Partie, die Lust auf mehr macht. Die nächsten Gegner des TTC, Saarlouis-Fraulautern und Böblingen, sollten sich auf Einiges gefasst machen. Außer dem Homberger TS, das wurde spätestens am Samstag deutlich, braucht der ehemalige Bundesligist im Tischtennis-Unterhaus derzeit wirklich niemanden zu fürchten. Wolfgang Winkel
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