|
AW: Verbandsliga Herren Saison 2004/05
Bietigheimer Zeitung vom 22.9.2004:
TISCHTENNIS / Traum-Start für TSV Untermberg ins Unternehmen Oberliga-Aufstieg
Doppel-Sieg: Simon und Pelz überrollen Gegner
Jeweils 9:7-Erfolge bei Titel-Mitfavoriten Altshausen und Donzdorf - TSV-Spieler-Trainer bleibt im Einzel und Doppel ungeschlagen
Verbandsligist TSV Untermberg siegt bei zwei seiner stärksten Konkurrenten um den Oberligaaufstieg jeweils mit 9:7. Garanten für den grandiosen Erfolg waren der ungarische Ballzauberer Ferenc Simon und einmal mehr Trainer Pedro Pelz, der als einziger Akteur sowohl im Einzel als auch Doppel ungeschlagen blieb. Die beiden Routiniers waren an 13 von 18 Gesamtpunkten für ihr Team beteiligt.
Bei der TTF Altshausen lief von Beginn an alles nach Plan. Neben das von Trainer Pelz neu formierte Spitzendoppel Ferenc Simon/Oliver Herbrik, das gegen Mazonov/Wieder mit 3:1 punktete, überzeugten auch Pedro Pelz/David Steinle gegen Percic/Schickler. Lediglich Daniel Herbrik/Paul Rogler mussten sich geschlagen geben. Dann der Start des ungarischen Kraftpakets Simon gegen den polnischen Auswahlspieler Poljak. Der Pole hatte im Verlauf der drei Sätze nicht den Hauch einer Chance gegen das druckvolle Pressingspiel von Simon, sodass die 1:3-Niederlage von Oliver Herbrik schnell egalisiert wurde. Auch im mittleren Paarkreuz trennte man sich pari. Pelz sicherte den Vorsprung mit einem Erfolg über Daniel Weber, während Paul Rogler glatt mit 0:3 Percic den Sieg überlassen musste. Nun auch der erste Auftritt von Daniel Cvecko im TSV-Trikot, der lange Hüne wehrte sich tapfer in seiner Partie gegen Schickler, doch ließ er sich das ein oder andere mal zu weit von der Platte drängen. Die Folge zum Einstand war eine knappe 1:3-Niederlage. Klasse die Partie von David Steinle, Deutschlands Nr. 1 der 14-Jährigen, er fertigte seinen Gegner in nur drei Durchgängen ab, bevor es zum mit Spannung erwarteten Duell des besten Spielers der Vorsaison, Mazunov (33:3), gegen Simon kam. Die Partie war schnell entschieden. Zu druckvoll das Spiel von Simon für den Ex-Europameister. In nur 11 Minuten wurde der Russe mit 11:4, 11:8 und 11:7 demontiert. Dieser Sieg schien auch Youngster Oliver Herbrik zu beflügeln. Herbrik spielte sich gegen Profi Poljak nach verlorenem ersten Satz in einen wahren Rausch. Der junge Untermberger lieferte sich in einer dramatisch verlaufenden Partie hochklassige Topspinrallys mit dem Polen und feuerte sich kampfbereit nach jedem Ballwechsel weiter an. Herbrik überraschte mit einem 3:1-Erfolg. Mit dem Punktgewinn von Pelz über Percic führte der TSV bereits mit 8:4, ehe Rogler, Cvecko und Steinle, nach vergebenen 5 Matchbällen, als Verlierer die Box verliesen. Im Schlussdoppel waren die gut aufgelegten Simon/Herbrik den Kontrahenten Poljak/Weber mit 3:1 überlegen und brachten den viel umjubelten 9:7-Sieg nach Hause. In Donzdorf verlief die Partie dann völlig anders. Simon/O. Herbrik patzten unerwartet gegen Friebe/Enkelmann und auch Rogler/Cvecko hatten Kallai/Schrag nichts entgegenzusetzen. Nachdem an Platte 1 Pelz/Steinle 0:1 und am Nebentisch Oliver Herbrik in seinem ersten Einzel gegen den letztjährigen Regionalligamann Friebe 0:2 zurücklagen, schien die ganze Auseinandersetzung schnell zugunsten von Donzdorf zu laufen. Doch die Untermberger fighteten. Pelz/Steinle drehten die Partie, siegten über Glaser/Machulka 3:1 und Oliver Herbrik vollbrachte eine nie für möglich gehaltene Energieleistung gegen den deutlich stärker eingeschätzten Friebe. Herbrik peitschte sich zur Freude seines Betreuers Juri Bartel zum 3:2-Erfolg. Die Gäste waren geschockt. Nun packte Ferenc Simon auch gegen Landsmann Kallai seine gefürchteten Hokus-Pokus Aufschläge aus, wonach der Ball vor dem Aufsprung im letzten Moment noch die Richtung wechselt. Kallai war konsterniert. 3:0 Simon hieß es am Ende. "Mr. Zuverlässig" Pedro Pelz mit 3:0 gegen Schrag und Daniel Cvecko gegen Glaser glichen die Niederlagen von Rogler und Steinle aus. Dann die Partie der Einser Simon - Friebe. Es war die wohl spektakulärste Begegnung des ganzen Wochenendes. Das schnelle Spiel Simons kam Konterspieler Friebe entgegen, sodass Simon über die volle Distanz gehen musste und erst nach Abwehr von 6 Matchbällen den Sieg mit 18:16 im Entscheidungssatz nach Hause brachte. Die langen, hochklasssigen Ballwechsel und die Dramatik des Spiels brachte die vollbesetzte Halle zum Beben. In Folge patzten O. Herbrik knapp gegen Kallai (2:3), Rogler gegen Schrag (2:3) und Cvecko gegen Enkelmann (0:3). Pelz mit 3:0 gegen den Tschechen Machulka und Steinle in hochklassigen 5 Sätzen gegen Glaser punkteten, sodass beim Stand von 8:7 für Untermberg wieder die Doppel die Entscheidung bringen musste. Simon/O. Herbrik ließen hier Kallai/Schrag mit 3:0 keine Chance.
|