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AW: Strukturreform im WTTV
34 Wochen ist richtig - davon abziehen muss man aber drei Wochenenden Herbstferien (der regelmäßig Spieltag zu Beginn der Herbstferien ist für viele schon ärgerlich genug), mindestens drei Wochen zum Jahresende (auch wenn die Ferien kürzer sind) und drei Wochenenden Osterferien. Schon hat man realistisch betrachtet nur noch 25 Wochen für 22 Spieltage. Das ist für mich schon eine Definition von "jede Woche".
Es gibt eben schon genügend Spieler, die weiter Mannschaftskämpfe machen wollen (egal ob 6er- oder 4er-Mannschaften), aber eben nicht an jedem Wochenende. Je jünger, umso eher trifft das zu. Und um es ganz ehrlich zu sagen: Ich habe lieber einen Modus, bei dem zwei Jugendliche / junge Erwachsene dabei bleiben und drei Personen über 60 aussteigen ("ist nicht mehr mein Sport") als umgekehrt.
Man muss eben akzeptieren, dass es auch in der Gesellschaft Veränderungen gibt und viele (gerade jüngere) Leute eben mehrere Hobbies haben. Dazu gehört auch ein konsequenter Wechsel auf 4er-Mannschaften, da eine zweistündige Verpflichtung sicher deutlich lieber angenommen wird als eine, die auch mal 4 Stunden dauern kann bzw. zeitlich gar nicht abschätzbar ist. Wenn man Tischtennis als Mannschaftssport für die Zukunft erhalten möchte, dann muss man auf die Bedürfnisse der jüngeren Generation eingehen und nicht ausschließlich auf die Wünsche der älteren Mitspieler - alleine schon die Corona-Regeln des WTTV zeigen ja, dass man bloß keine älteren Spieler verlieren möchte...was ja OK ist, wenn man gleichzeitig an die Jugend denken würde. Macht man das nicht, dann reduziert man den Mitgliederschwund nur kurzzeitig (weil die "Alten" ja bleiben), aber definitiv nicht nachhaltig (weil eben die Jugend irgendwann beim Wechsel in den Herren-Bereich einfach ganz weg bleibt). Solange aber die Führung des WTTV selbst "alt" ist, wird sich daran leider nicht viel ändern...
Geändert von TSV_Christian (16.09.2020 um 17:38 Uhr)
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