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Alt 17.09.2020, 16:10
AlexM AlexM ist offline
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AW: DONIC Bluegrip C1 / C2

Nach gut 4 Stunden Spielzeit mit dem Donic Bluegrip C2 2,0mm nun mein Testbericht, insbesondere im Vergleich zum Donic Bluestorm Z1 / 2,1mm.

Testholz: BTY Harimoto ALC 94g
Testball: DHS *** D40+
Beläge VH: Donic Bluestrom Z1, 2,1mm rd. 3 Wo. alt/ Donic Bluegrip C2 2,0 neu
Beläge RH: BTY XS Impartial 1,7

Optik: beide optisch auf gleich hohem Niveau, C2 OG leicht klebrig mit recht geschlossenporigem Schwamm, Z1 nur griffig mit mittelporigem Schwamm
Montage: geht bei beiden Donic unproblematisch, selbst mit dünnflüssigem VOC freien Kleber

Ballanschlag/Ballrückmeldung: C2 durch die Schwammhärte (55°) recht "kompakt und direkt" - härter als der Z1 / Rückmeldung bei beiden sehr gut
Speed: Klarer Off Bereich mit relativ niedrigerer Grundgeschwindigkeit, merklich undynamischer als der Z1
Katapult: sehr lineare Beschleunigung beim C2, die nur bei sehr festen Bällen leicht überdurchschnittlich zunimmt, der Z1 hat erwartungsgemäß deutlich mehr Beschleunigung zu bieten, auch wenn er sicher nicht zu den katapultigsten ESN Belägen zählt
Ballabsprung: C2 überdurchschnittlich hoch - Z1 leicht überdurchschnittlich hoch
Kontrolle Passiv/Kurz-Kurz: durch die lineare Beschleunigung C2 sehr gut, besser als Z1 obwohl der ähnlich gut-sehr gut kurz legen kann
TS langsam: C2 recht anspruchsvoll zu spielen, da das Timing wirklich stimmen muß - bei mir etwas mehr Fehler als mit dem Z1
TS schnell: gut und sehr sicher, jedoch etwas weniger Druck als mit dem Z1
Spin: bei beiden für mich ein ähnliches Niveau mit leichten Vorteilen für den C2
Block: C2 sehr gut mit etwas mehr Kontrolle, vor allem gegen feste TS, gegenüber dem Z1 - bei langsamen TS wird es mit dem C2 anspruchsvoller, da man selbst etwas reingeben muß - hier ist der Z1 einfacher zu spielen
Konter: C2 gut - sehr gut, dennoch leichte Vorteile für den Z1
TS gegen TS: ähnliches Niveau wie beim Z1 (leichte Vorteile beim C2), der Z1 kann aber deutlich Kraft sparender gespielt werden
US Empfindlichkeit: C2 ähnlich Z1

Fazit:
Der C2 muß deutlich aktiver gespielt werden als der Z1, daher sollte die Fitness des Spielers stimmen. Desweiteren empfand ich den C2 etwas anfälliger, was den Schlägerblattwinkel anbelangt. Auch die Schüsse können mit dem C2 nicht so druckvoll gespielt werden, wie mit dem Z1. Deutliche Stärken hat der C2 im eher Tisch nahen Spiel, da die TS eher selten hinten rausgingen und kurz-kurz sehr gut funktioniert. Einige Gegner schätzten die Länge der TS mit dem C2 auch falsch ein, die Bälle kamen kürzer als erwartet.
Der Trend zu immer härteren Belägen, die nun in Kombination mit einem klebrigen OG als Hybride bezeichnet werden, wird nicht jeder Spieler für sich nutzen können. Ich persönlich halte die Spieleigenschaften für noch immer recht speziell (ich will nicht wissen, wie speziell das mit dem härteren C1 (60°) werden soll). Schlagtechnik und Fitness sollten für die neuen Hybride passen, sonst ist m.E. keine Steigerung der Spielstärke zu erwarten. Den fehlenden Druck beim Schuss auf Ballonabwehr mit dem C2 habe ich auch in ähnlicher Form bei Spielern beobachten können, die den BTY 09c spielen.
Ich bleibe auf jeden Fall beim Z1 und werde demnächst noch den R48 testen.
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