Breitenbach - Höchst
War die Freude doch groß, im September in Breitenbach - und nicht im tiefsten Winter - dieses Auswärtsspiel zu bestreiten, machte sich Ernüchterung breit, bei einstelligen Temperaturen dort zu spielen. Wir konnten uns dann auch erstmal schön vor der Halle akklimatisieren, da der Hallenschlüssel nicht funktionierte und erst ein Ersatzschlüssel besorgt werden musste.

In der Halle war es natürlich frisch, wir einigten uns darauf, dass wir ca. 20 min später beginnen.
Wir starteten in das Spiel nicht gut, die Temperaturen konnten da aber eher nur bedingt als Ausrede herhalten. Ich konnte in einem relativ knappen 0:3 gegen Bublitz nichts gegen die finalen Blockschüsse in den entscheidenden Momenten entgegen setzen. Kalli musste gegen "Angstgegner" Krause, der immer wieder mit intelligenten Platzierungen das Spiel unangenehm machte, eine 1:3 Niederlage hinnehmen.
Die lokale Zeitung HNA hatte im Vorbericht Breitenbach als leichten Favorit gesehen, sollte sich das etwas bewahrheiten?
In der Mitte spielte Simon zuerst gegen Bauer und musste schnell einen 0:2 Rückstand akzeptieren. ABER: eine taktische und mentale Leistungssteigerung bescherte ihm die Chance, das Spiel zu drehen. Im 5. Satz führte er bereits 7:4, indem er konsequent taktisch über RH des Gegners eröffnete, doch Bauer wehrte sich und Simon wurde etwas fahrlässiger. So ging es in die Endphase und in dem ein oder anderen sehenswerten Ballwechsel setzte sich Simon schon wieder in einem knappen Spiel durch, weil er am Ende mit guten Spielzügen und Überzeugung agierte.
Nicolas sah in seinem Einzel gegen die kurzen Noppen von Dietrich bereits wie der sichere Sieger aus. Doch wenn er nicht bei 100% in den Ballwechseln war, schlichen sich immer wieder Fehler ein. So ging es in den 5. Satz. Dort konnte Nicolas aber wieder mit Spin über die VH, und somit ohne die kurzen Noppen ins Spiel zu bringen, das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden.
Im hinteren Paarkreuz spielte Peer für seine Verhältnisse sehr aktiv, sein Gegner Häfner kam auch mit den langen Aufschlägen nicht zurecht. Daraus resultierte ein relativ deutlicher Sieg.
Thomas musste gegen Mies ran, der sich sogar vor seinem ersten Saisonspiel mit 2 Trainingseinheiten vorbereitete. Thomas hat aktuell einfach nicht die gewohnte Sicherheit und musste am Ende Mies, der v.a. bei eigenem Aufschlag mit Schnittvariationen seinen VHT durchbringen konnte, gratulieren.
So stand es 3:3!
Im vorderen Paarkreuz war Kalli nach gefühlt 30 min Aufwärmprogramm auf Temperatur gekommen. Das schien sich zu lohnen. Mit deutlich verringerter Fehlerquote konnte er sein Halbdistanz Topspin Spiel durchsetzen und gewann 3:1.
Ich lag schnell gegen Krause 0:2 zurück, es kam kein Gefühl bei den Schlägen zustande, hätte ich mich auch 30 min aufwärmen sollen?
So sah es nach einem klaren 3:0 für Krause aus. Bei 9:9 im dritten Satz machte ich 2 VH-Kickaufschläge, der erste wurde sehr sicher von Krause eröffnet -> 9:10. Beim 2. spielte er einen festen Topspin in den Wechselpunkt, Ballwechsel und Spiel waren eigentlich gelaufen, irgendwie war dort aber mein Schläger, und ich schaffte es in die Verlängerung. Durch zunehmende Anzahl von Fehlern beim Rückschlag musste Krause den Satz abgeben. Durch "billige" Punkte bei Aufschlag & Rückschlag gewann ich am Ende noch 3:2. Selten hab ich so unverdient ein Spiel gewonnen.

Matchwinner des Tages war aber das mittlere Paarkreuz.
Nicolas führte wieder 2:0 in einem schon erbärmlichen Spiel gegen Bauer, keiner der beiden konnte paar Bälle fehlerfrei auf den Tisch spielen. Bauer konnte dann aber doch etwas warm werden, so dass es im 5. Satz dann erstmal wirklich zu TT auf Hessenliga Niveau kam. Sehr knapp mit einer Energieleistung konnte sich Nicolas durchsetzen.
Simon, der immer selbstbewusster und smarter agiert, konnte sich ebenfalls knapp gegen Dietrich durchsetzen. Wenn man Dietrich keine unbequemen Bälle anbietet, kommt man schnell in Bedrängnis und kann nur schwer punkten. V.a. bei den halblangen Aufschlägen musste Simon immer wieder nach Lösungen suchen und versuchen irgendwie mit Spin über das VH-Feld zu agieren.
Somit stand der Sieg mit 7:3 schon fest. DIe beiden Spiele im hinteren Paarkreuz war dann für die "Gallerie": Thomas spielte gegen den gehandicapten Häfner "Standardprogramm" und konnte mit dem spinorientierten Spiel aus RH parallel oft punkten.
Peer bot zum 2. Mal eine sehr gute Leistung, v.a. das aktive Spiel war lobenswert, da Mies ihm es ab dem 3. Satz nicht leicht machte und Peer nicht mehr "for free" eröffnen konnte.
Endstand 9:3!
Diese Saison starten wir etwas glücklich in die Saison, angesichts auch der knappen Einzel auf jeden Fall ein zu hoher Sieg, aber mit 5:1 Punkten wollen wir uns weiterhin von den Abstiegsrängen fernhalten, wobei schon geklärt wurde, wer im Falle des Aufstiegs in die Oberliga (und damit 4er Teams) rausfliegt