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Zitat von mithardemb
Beim momentanen Anstieg erreichen wir die Höchstzahl vom März in der kommenden Woche. Selbst ein rigoroser Lockdown dürfte das wohl nicht mehr verhindern können.
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Eben nicht, da die Dunkelziffer im März erheblich höher war. Da müsste man ja nächste Woche 12.000 Fälle am Tag haben, wenn man von DZ 20 im März und DZ 10 jetzt ausgeht.
Die Nachverfolgung könnte man sicher in vielen Punkten optimieren. Das Kernproblem ist doch, dass die Leute bis zur Ermittlung schon wieder mehrere Tage in ihrem Umfeld unterwegs sind.
Wie soll es auch anders praktisch gehen?
Du hast Sanstag eine Feier/Party mit 300 Leuten. Dienstags fühlt sich jemand mau und wird getestet. Dann hast du frühestens Donnerstag die ersten kontaktiert.
Anders ist das bei Einreise, wenn man die Leute bis zum Ergebnis in Quarantäne schickt. Testen am Flughafen, 1 Tag später hast du das Ergebnis.
Aber was passiert, wenn jemand aus Düsseldorf nach Roermond zum shoppen fährt, sich ansteckt und völlig symptomfrei bleibt?
MMn. ist und bleibt die Nachverfolgung ein frommer Wunsch, wenn man nicht in sich geschlossene Gruppen hat.
Im Ruhrgebiet hat man ja jetzt genau die Probleme. Großhochzeit, 300 Gäste, 70 Fälle, alle quer im Ruhrpott wohnhaft. 70 verschiedene Arbeitsplätze, die Kinder auf Dutzenden verschiedenen Schulen, in der Freizeit zig verschiedene Vereine, Grüppchen usw.
Wieviele Leute willst du da in Quarantäne schicken? 5.000? 10.000?