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Zitat von Dirk Brunnhoelzl
Momentan Entscheidungen bezüglich des weiteren Saisonverlaufs zu treffen ist ganz sicher nicht einfach.
Ich persönlich fände es am sinnvollsten die Vorrunde zu unterbrechen und in Abhängigkeit von der Gesamtsituation im Lande im Februar/März/April fortzusetzen.
Das wir in dieser Saison noch eine Rückrunde spielen können kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es wird massive Probleme geben Termine zu finden. Unsere Halle wird beispielsweise noch von anderen Abteilungen genutzt, mit denen die Hallenbelegung abgestimmt werden muss.
Eine interessante Frage die sich allerdings ergibt wenn man die Vorrunde im nächsten Jahr fortsetzt ist wie man mit möglichen Neuzugängen umgeht, die ja eigentlich erst zur Rückrunde spielberichtigt sind.
Aus meiner Sicht müsste die Vorrunde auch mit dem Meldebogen der Vorrunde beendet werden.
Da gibt es aber ganz sicher unterschiedliche Meinungen. Wie seht ihr das?
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Danke für die Fragen, die ich mir auch schon gestellt habe.
Zitat:
Zitat von sasma
Die Sache mit den Wechseln ist recht einfach. Es wechselt ja die Spielberechtigung zum 1.1. bzw. 1.7. eines Jahres. Das hieße bei dem von dir aufgezeichneten Vorgehen, dass Neuzugänge gemäß TTR in den Meldebogen der VR eingeordnet werden.
Im Übrigen scheint diese Lösung mit Streichen der RR und Ausspielen der restlichen Spiele der VR bis Mai (falls es die Pandemie zulässt) die bevorzugte Lösung bei vielen Vereinen und Spielern zu sein, damit die Saison gewertet werden kann.
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Ich sehe das genauso. Wenn die Spielberechtigung zum 1.1. wechselt, dann ist die/ der Spieler*in auch einsatzberechtigt.
Gerade im Amateursport (unterhalb der drei Bundesligen) sollten wir vor allem erst einmal an unsere Sportart denken. Und hier ist es wichtig, unsere Mitglieder bestmöglich bei der Stange zu halten. Auf Befürchtungen Rücksicht nehmen und pausierenden Spieler*innen wieder Brücken zurück bauen. Die Möglichkeit zu Training und ggf. Wettkampf bei vertretbaren Rahmenbedingungen und schlüssigen Hygienekonzepten weiter anbieten - und dem Pandemieverlauf anpassen. Und genauso auch neuen Spieler*innen die Möglichkeit geben, den Sport auszuüben, wenn sie z.B. zugezogen sind. Hier helfen wir Niemanden, wenn wir jemanden erst einmal für ein halbes Jahr ausschließen. Natürlich stellen sich da Gerechtigkeitsfragen hinsichtlich Auf-/Abstieg wegen unterschiedlichen Aufstellungen vor dem 1.1. und danach bei u.U. unterschiedlicher Anzahl von Spielen. Das sollte in diesen Zeiten aber nicht der Fokus sein - außerdem könnte man hier über eine Nichtabstiegsregelung nachjustieren. Das Wichtigste ist, dass wir den Umständen entsprechend gut über diese Zeit kommen und dabei möglichst keine Spieler*innen für unsere Sportart verlieren - und natürlich alle gesund bleiben.
Auch die Gesamtsituation schätze ich ähnlich ein. Vermutlich wird es auf einen Kompromiss hinauslaufen, eine Halbrunde über die gesamte Saison zu ziehen - und dann zu spielen, wenn es die Rahmenbedingungen zulassen.
Wir haben als TT zwar das Potential als Nichtkontaktsportart (ohne Doppel) mit schlüssigen Hygienekonzepten länger als andere Sport zu betreiben, aber die Kommunalverwaltungen halten es sehr unterschiedlich. Manche unterscheiden zwischen Kontakt- und Nichtkontaktsport, andere verbieten pauschal den Amateursport. Schul- und Sportämter schließen u.U. Hallen, ohne genau zu prüfen, welche Hygienekonzepte und Unterscheidungsmerkmale die Sportarten haben. Wichtig ist hier, proaktiv und gut zu kommunizieren, wobei die Entscheidungen oft in ganz anderen Instanzen als den Asp. der Vereine getroffen werden. Mit vereinseigenen Hallen hat man es da i.d.R. noch leichter, am Ball zu bleiben.
Aber je nach Verlauf und Vorgaben von Landes-, Kommunalpolitik sowie den Verbandsempfehlungen muss überprüft werden (z.B. qm-Regelung und Abstände, Lüftungsmöglichkeiten), ob z.B. mehr als ein Spiel parallel in der Halle stattfinden kann. D.h. es müssten z.B. weitere Spiele abgesagt werden bzw. neu terminiert werden. Da dürfte es schwer werden, Termine zu finden, um eine Runde durchzuspielen. Vereine haben das Interesse, möglichst keine Mitglieder zu verlieren. Bei uns als Mehrspartenverein ist es so, dass manche Abteilungen nur in der Vereinshalle trainieren, manche nur in städtischen Hallen und manche gemischt. Im Frühjahr/ Sommer hat sich bei uns die Situation so dargestellt, dass Abteilungen, die städtische Hallen nutzten, bis August keinen Zutritt hatten, während wir mit schlüssigem Hygienekonzept in der vereinseigenen Halle wieder Sport treiben konnten. Der Vorstand unseres Mehrspartenvereins hat dann konsequenterweise temporär Sportarten in die vereinseigene Halle geholt, um nicht die Existenz von ganzen Abteilungen zu gefährden. Dafür mussten wir als TT z.B. temporär Zeiten abgeben, an denen sonst z.B. auch Punktspiele stattfinden. Die Wochenendbelegungen der Halle werden im Vorfeld einer Saison mit anderen Sportarten eng abgestimmt. D.h. hier kann bei "freien" Terminen auch nicht aus dem vollen geschöpft werden. Es wird bestimmt noch viele andere Realitäten geben, die von Verein zu Verein und von Stadtverwaltung zu Landkreis sehr unterschiedlich sein können.
Ich schreibe das, um aufzuzeigen, dass es unrealistisch sein wird, die Saison komplett zu spielen und alle abgesetzten Spiele nachzuholen. Die meisten Vereine werden gar keine Kapazitäten dafür zur Verfügung haben. Deshalb sollten wir unser Engagement dafür einsetzen, dass es eine lang gezogene Halbrunde gibt - und es nicht wieder einen kompletten Saisonabbruch geben wird. Letztlich können wir auch nur in die Glaskugel sehen, wie der Pandemieverlauf sein wird, wann ein Impfstoff zugelassen sein wird, und wann dieser wem zur Verfügung steht (mal abgesehen von der Frage, wer sich impfen lassen möchte). Wenn es einen warmen Frühling gibt und sich die Menschen mehr draußen aufhalten können, steigen auf jeden Fall die Chancen von den Rahmenbedingungen her, dass wieder mehr gespielt werden kann.
Aber auch ich schaue nur in die Glaskugel ...