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Zum Glück wird bald ein Impfstoff zur Problembewältigung beitragen.
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"Bald" könnte durchaus ein Jahr bedeuten.
Kekulé: Ich könnte mir vorstellen, dass wir zwischen April und Juni 2021 anfangen können, in großem Stil zu impfen – zuerst wohl das medizinische Personal und Risikopersonen. Allein das wird möglicherweise bis Ende 2021 dauern und erst dann kommt die restliche Bevölkerung dran. Jedenfalls: So lange die Bevölkerung nicht durch eine Impfung oder durch natürliche Infektionen einen weitgehenden Herdenschutz aufgebaut hat, werden wir die SMART-Strategie oder ähnliche Schutzmaßnahmen noch brauchen.
Und bei alldem gibt es ein weiteres Risiko: Falls das Virus sich während dieses langen Prozesses stark verändert, muss der Impfstoff möglicherweise angepasst werden. Bisher hat sich Sars-CoV-2 als außerordentlich stabil gezeigt, das heißt, es mutiert nur selten. Wenn es aber eines Tages auf Populationen trifft, die durch Impfung oder Infektionen immun geworden sind, wird sich das Virus möglicherweise schneller verändern. Die Anpassung der modernen RNA- und Vektorimpfstoffe wäre in diesem Fall aber grundsätzlich in kurzer Zeit möglich.