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Zitat von ttarc
Und mal wieder vollkommen unberücksichtigt bleibt die natürliche Immunität, genauer gesagt die bei 20% bis 50% der Menschen festgestellte T-Zell- und Antikörper-Kreuzreaktivität 1)
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Universitätsklinikum Tübingen:
Statement der Forschergruppe zur kreuzreaktiven T-Zell-Erkennung
Derzeit werden erste Studienergebnisse zur kreuzreaktiven T-Zell-Erkennung in den Medien falsch wiedergegeben. Die Forschergruppe hat hierzu ein Statement verfasst. Diese kreuzreaktive T-Zell-Erkennung ist
NICHT gleichbedeutend mit einer Immunität gegen SARS-CoV-2.
Seit einigen Tagen werden Ergebnisse einer bisher nur auf einem sog. Preprint-Portal veröffentlichten Studie des Uniklinikums Tübingen nicht korrekt wiedergegeben. Da wir die entsprechende Presseinformation zu den Studienergebnissen erst – wie normalerweise auch üblich – zum Zeitpunkt der offiziellen Publikation herausgeben, möchten wir Folgendes bereits vorab klarstellen:
Die Studie beschäftigte sich mit der Charakterisierung von SARS-CoV-2-spezifischen T-Zell-Epitopen, also kleinen Bestandteilen des Virus, welche vom Immunsystem erkannt werden können. Hierzu wurden Blutproben von Personen, die in der Vorgeschichte positiv auf das Virus getestet wurden, sowie Blutproben von Personen, die vor Ausbruch der Pandemie gesammelt wurden und somit keinen Kontakt zu SARS-CoV-2 hatten, untersucht. Dabei zeigte sich, dass bei 81% der untersuchten Spender ohne Kontakt zu SARS-CoV-2 Immunzellen, die sogenannten T-Zellen, im Blut vorliegen, die Teile des Virus erkennen. Diese Immunantwort könnte möglicherweise auf einen vorangegangenen Kontakt mit anderen humanen Erkältungs-Coronaviren (HCoV-OC43, HCoV-229E, HCoV-NL63 und HCoV- HKU1) zurückzuführen sein.
Diese kreuzreaktive T-Zell-Erkennung ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer Immunität gegen SARS-CoV-2. Wie sich diese kreuzreaktive T-Zell-Erkennung in 81% der Bevölkerung auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 sowie auf die Schwere der Erkrankung auswirkt, wird die Forschergruppe nun in weiteren Studien prospektiv untersuchen.
Medienkontakt:
Kommunikation und Medien Universitätsklinikum Tübingen
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