Zitat:
Zitat von Rudi Endres
Wie zu erwarten war.
NTV:
Lange wiegte man sich in einem trügerischen Sicherheitsgefühl, dass Schulen nicht zu den Hauptinfektionsherden der Corona-Pandemie gehören. Studien ließen das vermuten, auf dieser Grundlage wurden politische Entscheidungen getroffen. Doch nun zeigt sich, dass es in den Schulen sehr wohl ein signifikantes Infektionsgeschehen gibt.
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Es gibt keinen ausreichenden Infektionsschutz auf weiterführenden Schulen, wenn alle Schüler von der 5. Klasse bis zur Kursstufe gleichzeitig im Schulgebäude sind. Irgendwo stehen oder sitzen Kinder und Jugendliche klassenübergreifend immer eng zusammen - sei es im Bus oder in der Mittagspause, wenn sie das Schulgelände verlassen. Dazu kommt, dass der Sportunterricht in Baden-Württemberg nach wie vor stattfinden soll. Natürlich ohne Maske, wie auch sonst? Auch wenn ein Verbot besteht, wonach die Kids Sportarten ausüben dürfen, in denen es in Zweikämpfen um den Ball (wie im Handball, Basketball oder Fußball) zum Körperkontakt kommt, verteilen sie auf engem Raum doch ihre Aerosole, sobald sie sich bei irgendetwas anstrengen - und sei es nur beim Volleyballspiel. Dann kann man gleich den Vereinssport wieder zulassen.
Die Regelungen, die wir gegen Ende des letzten Schuljahres hatten, war jedenfalls besser zu kontrollieren haben mehr Schutz geboten, da nur die Hälfte der Schüler im Schulgebäude war und der Sportunterricht nur in der Abitur-Kursstufe bzw. in den Abschlussklassen stattfand.
Viele Schulen wären inzwischen dazu in der Lage, einen verlässlichen Fernunterricht anzubieten. Die digitalen Lernplattformen dafür sind inzwischen besser ausgestattet und mehr Lehrer als vor einem halben Jahr können sie bedienen und einen effizienten Unterricht gestalten, bei dem Schülerleistungen und Lernfortschritte auch überprüft werden. Es ist ferner möglich, aus dem Klassenzimmer den Unterricht zu den Kids zu streamen, die zu Hause bleiben müssen. Den zeitweiligen Homeoffice-Unterrichtsalltag traut sich die Politik aber noch nicht anzusetzen, da sie befürchtet, dass Eltern- und Wirtschaftsverbände Sturm laufen würden.