Zitat:
Zitat von Danielson
Es gibt schon noch andere Möglichkeiten. Die Ergebnisse im Homeschooling sind mitunter besser als im Präsenzunterricht, da die Pubertierenden daheim bei Schreibaufgaben nicht schauen, was der Nachbar gerade macht oder wie es der Liebsten in der Tischreihe davor ergeht - und der Lehrer auf der Lernplattform alles kontrolliert, was die Kinder dann digital an Aufgabenbearbeitungen ablegen.
Die Videokonferenzsysteme sind inzwischen stabil und datensicher, auf denen man sich austauschen, Aufgaben vor- und nachbesprechen kann.
Klar ist: Die Kleinsten sind damit überfordert. Die Kinder vermissen im Fernlernunterricht vor allem die Interaktion untereinander (das geht den Lehrern übrigens genauso!) - weniger vermissen die Heranwachsenden natürlich manchen Pauker.
Mit einem Handy und WLAN-Anschluss daheim sind sie digital hinreichend für den Fernlernunterricht ausgerüstet. Wenn die Infektionszahlen nicht runtergehen, sondern weiter steigen, sehe ich keine Alternative dazu, als den Präsenzunterricht zu Gunsten eines besseren Infektionsschutzes in Klassenstufen zu reduzieren, in denen Kinder selbstständig Aufgaben digital bearbeiten und sich untereinander in Konferenzsystemen austauschen können.
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Also ich kann da nur aus eigener Erfahrung sprechen
1. Nach dem ersten Lockdown gab es an der Realschule wo meine 2 Töchter sind starke Unterschiede. Da haben einige viel gemacht und andere wenig und die Unterstützung durch die Eltern waren auch unterschiedlich gut und somit gab es große Unterschiede im Leistungsstand in den Themen die in der Zeit gelehrt wurden. Da war bei vielen Homeschooling Erfolg fast null.
2. Ablenkung gibt es in der Schule natürlich wie du sagst. Ist aber zuhasue auch nicht weniger, wenn die Eltern nicht daneben sitzen. Da wird dann auch am Handy gespielt usw.
3. Unser WLAN fällt gelegentlich mal für 10-20 Minuten aus. Oder man muss den Router neu starten usw...wenn das genau in der Konferenz passiert...
4. Ich habe 3 Kinder. Wenn die alle gleichzeitig Videokonferenz machen, dann weiß ich auch nicht, ob dass das WLAN stabil mit macht. Zumal wenn dann die Eltern noch parallel Homeoffice machzen sollen/müssen.
5. Die Lehrer...Wenn die Klassen gesplittet werden, dann unterrichten die Vormittags die eine Hälfte in der Schule. Da können die schlecht gleichzeitig Videokonferenzen machen oder Aufgaben der daheimgebliebenen kontrollieren usw. Also müßten die doppelt arbeiten. Also vormittags den Präsenzunterricht durchführen und nachmittags die Konferenzen machen und die Aufgaben der Schüler kontrollieren. Bin ja mal gespannt wie toll die das finden. Also die, die ich kenne, haben dem eine klare Absage erteilt.
6. Das Betreunungsproblem. Es gibt ja nicht umsonst viele OGS weil die Eltern tagsüber beide arbeiten müssen. OK 14 - 19 Jährige kann man auch mal alleine zuhause lassen und die bekommen es auch ggf hin, die Konferenz einzustellen oder Fehler an der Technik zu beheben (Router hoch fahren oder Handy neu starten usw) oder ähnliches...
Bei nem 10 Jährigen wird das sicher schwierig. Den ohne Aufsicht zuhause lassen und das ganze Video/Lernmanagment vor Ort ohne Hilfe zu überlassen ist eher schwierig denke ich.
Wie gesagt: In Idealfällen oder zumindest halbwegs guten kann das klappen. aber es gibt zuviele Faktoren wo das , zugegeben vielleicht bei einer Minderheit von vielleicht 20%, dann schief geht. Aber man kann auch nicht die Schüler wo das nicht klappt dann abhängen und muss da Lösungen für diese "Problemfälle" finden und direkt die Einführung von Videoschulungen Homeschooling usw direkt mit anbieten.
Nur eine Lösung für die Idealfälle anpreisen/fordern usw und die Problemfälle nicht berücksichtigen geht garnicht