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AW: Belagneuheiten während der Corona-Krise?
Ganz schwierige Diskussion... grundsätzlich glaube ich, dass die Materialwahl ein Zusammenspiel aus Spielstil und Spielstärke widerspiegeln sollte.
Beispiel: die offensivste Kombination wäre ein offensives Holz mit offensiven Belägen. Halbwegs kontrollierbar ist so etwas erst ab einem gewissen Niveau, wobei ich hier nicht die weitläufige Meinung unterschreiben würde, dass das erst ab Landesliga der Fall wäre. Ich kenne durchaus viele Spieler auf Bezirksebene, die solche Schläger spielen und glaube nicht, dass sie mit langsameren Material besser wären. Manche Bälle wären zwar vielleicht sicherer, dafür würden andere nicht mehr kommen oder es gäbe weniger Winner. Das Verhältnis hält sich auch hier ab einem gewissen Niveau die Waage oder schlägt sogar für das schnellere Material aus.
Unterhalb dieses Niveaus sollten meiner Meinung nach offensive Spieler bei einer der beiden Materialdimensionen lieber Abstriche machen. Also entweder langsameres Holz mit schnellen Belägen oder schnelles Holz mit langsameren Belägen. Beides hat im Übrigen an dieser Stelle seine Berechtigung und kann je nach Spielstil mehr oder weniger Sinn machen.
Beides langsamer zu machen bremst meiner Meinung nach allerdings auch durchaus die Entwicklung eines offensiven Spielers ein (sofern das Niveau halbwegs da ist). Aus einem ALL Holz mit coppa wirst du nur mit sehr viel Zeit für den Schlag, gleichbedeutend mit geringem Niveau des Gegners) einen zeitgemäßen schnellen Topspin schlagen. Die restlichen Topspins werden eher Sicherheitsbälle mit Rotation, aber wenig Tempo sein, die ab einer gewissen Gegnerstärke problemlos geblockt werden.
Nichts desto trotz sollte man die Technik mit einem solchen Schläger lernen. Jugendlichen/ Kindern würde ich dennoch einen schnelleren Belag empfehlen, sobald die Technik erlernt ist und sicher 5-10 TS am Stück im Training auf dem Tisch landen
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