Zitat:
Zitat von Javaguru
Das heißt, so bitter es für Euch klingen mag, dass jeder, der dagegen ist (dazu zählt auch das Argumentieren dagegen), unterstützt (bewusst oder unbewusst), dass Tieren ihr natürliches Leben nicht zugestanden wird, dass Menschen in ihrer vermeintlichen Allmacht darüber bestimmen, wie, wo und wie lange Tiere leben, dass Menschen sie ausbeuten, mit den Tieren Geld verdienen, sie ggf. quälen und auf furchtbare Weise töten.
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Und genau das ist eben einer deiner Trugschlüsse:
Nicht jeder, der damit einverstanden ist, dass ein Tier genutzt oder am Ende auch getötet wird, will, dass es vorher auch vorher gequält wird - genau das unterstellst du aber regelmäßig! Genauso, wie du unterstellst, dass jedes Tier ein wildes Leben vorziehen würde, egal wie stressfrei es gehalten wird.
Für dich ist jede Form von Nutzung eben eine Qual - BB sowie viele andere hier sehen aber durchaus die Möglichkeit, bei sehr vernünftiger Haltung zu einer Art win-win Situation zu kommen. Ähnlich wie ein Kuschel-Haustier eine Art von Gefangenschaft für gewährte Rundum-Versorgung nicht als Qual empfinden dürfte, gibt es in den Augen vieler eben auch Haltungsformen, bei denen das potentielle Leid von Nutztieren auf ein so erträgliches Maß reduziert ist, dass man guten Gewissens Käse von Almkühen oder Eier von quasi freilebenden Hennen verzehren kann - und das Tier als Ganzes dann eben auch, wenn es auf eine Art geschlachtet wird, die weniger Stress verursacht, als wenn es von einem Wolf, Fuchs oder was auch immer aus dem Leben gerissen wird.
Musst du nicht gut finden, aber regelmäßig zu sagen, man würde auf Massentierhaltung stehen und mit Frauenschlagen und Hexenverbrennen um die Ecke zu kommen, wird als aggressiv und eiferisch wahrgenommen. Da sind Parallelen zur Religion sehr naheliegend.