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AW: Deutsche Fußball Nationalmannschaft
MMn. geht es beim DFB auch und das hat Bierhoff schön verschwiegen, auch hauptsächlich um Geld. Kann sich der Verband einen Cut überhaupt leisten?
Will man wirklich aufräumen, dann geht ja nicht nur Löw. Bierhoff, Sorg und 10 andere müssten dann auch ihren Platz räumen und ersetzt werden, wenn man z. B. Rangnick holen würde. So jemand arbeitet doch mit niemandem aus dem aktuellen Stab zusammen.
Die Frage ist auch, wer auf die Idee kam die ganzen Verträge vor der WM 18 noch schnell zu verlängern.
Und die Spieler? Ich sehe sie nicht so extrem negativ. Natürlich sind die heutzutage mediengeschult und oft auch intellektuell sicher nicht die hellsten Kerzen auf der Torte, aber auf Fussball bezogen haben die sicher einen guten Riecher, ob mit dem entsprechenden Trainer was geht oder auch nicht.
Es gilt ja als gesichert, dass 14 der Mannschaftsrat bei Löw vorstellig wurde bezüglich Lahms Position als RV.
Löw hat immer eine riskante Strategie gefahren. Taktische Spielereien, die oft schief gingen (EM 12) oder Nominierung nach Sympathie (Podolski) funktionieren nur, solange der Erfolg da ist. Mit Kimmich auf die "6" hat er auch eine unnötige Baustelle in der Abwehr aufgemacht. Dazu ist seit dem Flickabgang das letzte Korrektiv weg.
Das fällt ihm jetzt auf die Füße. Volles Risiko gegangen und verkackt.
Jetzt akzeptiert ein internationaler Klassespieler sicher nicht mehr einen Rüdiger oder andere Konsorten von zweifelhafter Spielstärke.
Aber Löw ist in seinem Verhalten gar nicht so einzigartig. Viele Trainer stellen sich nach einer bestimmten Zeit "über" die Mannschaft und glauben, dass sie das Besondere machen müssten. Oft nachdem sie große Erfolge hatten.
Guardiola vercoacht sich seit Jahren und selbst bei Klopp in Dortmund war das zum Ende (wo es ja gar nicht mehr lief, da redet nur heute niemand mehr von) eine One-Man-Show. Bei Real und Zidane läuft es zur Zeit in dieselbe Richtung.
Irgendwann ist die Luft einfach raus und das war bei Löw spätestens seit der EM 16 der Fall. Verstärkend wirkt natürlich auch der aufgesetzt wirkende "politisch überkorrekte" Auftritt im Marketing um "Die Mannschaft". Bierhoff faselte da etwas von Marktforschungen etc. Gut und schön für ihn, aber da zählen nicht irgendwelche PowerPoint Präsentationen oder wissenschaftliche Erhebungen seiner Lakaien (die Wahrheit sagt ihm eh niemand aus seinem Stab), da muss ein Manager auf das Bauchgefühl setzen. Das muss "echt" oder, neudeutsch, "real" sein und nicht "fake".
Geändert von Noppenzar (05.12.2020 um 13:40 Uhr)
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