Einzelnen Beitrag anzeigen
  #46  
Alt 18.12.2020, 14:49
greberl greberl ist offline
registrierter Besucher
Junior-Forenmitglied
 
Registriert seit: 21.07.2017
Beiträge: 20
greberl ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Xiom Deep Impact ALX 36,5

Hatte jetzt auch die Gelegenheit das ALX 36,5 zwei Trainingseinheiten lang zu testen.

Getestet habe ich es mit geradem Griff und 2 x Donic Bluegrip C2 2,0 mm.
Sonst spiele ich Timo Boll ALC mit geradem Griff und den gleichen Belägen, deshalb kann ich nur damit vergleichen.
Mein Timo Boll ALC hat 83 g, das ALX hat 85 g, insofern auch vom Gewicht her gut vergleichbar.

Ich beschreibe mal, was mir persönlich so aufgefallen ist (konnte leider aufgrund des etwas unkonventionellen Gegners nicht alles in aller Ausgiebigkeit testen):

1. Griff
Der ist mir als erstes aufgefallen - liegt sehr gut in der Hand (habe eher kleine Hände). Was mir nach einiger Zeit dann doch negativ aufgefallen ist: Ich finde ihn einfach zu glatt, nicht griffig genug. Lässt sich natürlich mit Griffband beheben. Aber von der Form her sehr angenehm.

2. Geschwindigkeit
Ich persönlich kriege aus dem ALX doch merklich mehr Geschwindigkeit heraus als aus dem TB ALC - hat mein Gegner im direkten Vergleich auch klar bestätigt. Das muss aber sicherlich nicht bei jedem so sein. Warum?
Mein Belag ist sehr hart (55° - ich spiele einfach grundsätzlich lieber mit harten Belägen, schon seit der Jugend (die inzwischen knapp 40 Jahre zurückliegt)). Dieser harte Belag verlangt kombiniert mit dem recht harten TB ALC doch viel Arbeit bzw. einen schnellen Armzug, und der ist bei mir - auch altersbedingt - eben nicht mehr so knackig wie bei einem Zwanzigjährigen. Das ALX ist nicht ganz so steif wie das TB ALC, lebendiger, und unterstützt dadurch mit etwas mehr Katapult als das TB ALC. Meine Vermutung ist deshalb, dass die Geschwindigkeit eher leichter zu aktivieren ist als im Maximum wirklich höher. Müsst ihr einfach selber testen, wie sich das bei eurem Armzug auswirkt.

3. Kontrolle
Das ALX ist zwar "gefühlvoller", sprich es gibt mehr Rückmeldung in Form von Vibration, aber ich könnte nicht behaupten, dass es mir mehr Sicherheit und Kontrolle vermittelt. Für mich persönlich hat das TB ALC mehr Kontrolle. Kurz-kurz ist für mich mit dem TB ALC deutlich einfacher, genau wie die Aufschlagplatzierung. Auch beim Topspin und Blocken fühle ich mich damit wohler. Aber hier muss natürlich auch berücksichtigt werden, dass das eben mein "normales" Holz ist. Einiges davon ist sicherlich auch einfach Gewöhnung.

4. Absprung
Das ALX erzeugt mit meinen Belägen einen spürbar höheren Bogen, was am Anfang auch dazu geführt hat, dass einige Topspins im Aus gelandet sind. Aber man kann sich recht schnell daran gewöhnen, da der Unterschied jetzt nicht extrem ist. Nach 30 min war die Topspin-Trefferquote mit dem ALX letztlich wieder auf TB ALC-Niveau.

5. Spin
Weder ich noch mein Gegner konnten hier merkliche Unterschiede feststellen.

Das sind so die ersten Eindrücke nach gerade einmal zwei Trainingseinheiten. Ich glaube im Moment eher nicht, dass ich umsteige, aber das möchte ich so schnell auch noch nicht entscheiden. Aber ein gutes Holz ist es allemal und auf jeden Fall einen Test wert.

Und falls das für jemanden relevant ist: Mein TTR-Niveau liegt derzeit bei knapp 1700.

Grüße
greberl
Mit Zitat antworten