Zitat:
Zitat von JSCH
Da bin ich bei dir, und ich bin eher auf der 'konerservativen' Seite. So etwas muss heutzutage nicht mehr sein, egal welcher Generation man angehört. Der Schalke Typ musste für nen ähnlichen Spruch zu Kreuze kriechen. Zu Recht.
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Natürlich sind das Deutsche. "Deutsch" hat für mich weniger mit dem Aussehen als mit dem Gefühl der Zugehörigkeit zu tun. Und besonders Boateng, Gnabry und andere mit "halbem" Elternteil aus Afrika sind auch keine "Migranten". Das wäre ja völliger Humbug (leider wird das in den Medien oft falsch dargestellt), wenn du oder ich eine Frau aus Afrika ehelichen und die Kinder "Migranten" sein sollen.
Und warum haben England und Frankreich soviele dunkelhäutige Topspieler?!
Ich denke es ist die Mischung zwischen Talent (Genetik, Zitat Ronaldo 'Fussball ist 90% Talent, der Rest harte Arbeit") und Sozialisation. Dazu kommt der Ehrgeiz aufzusteigen. Wer mal in Saint-Denis oder Hackney war sieht, dass das die einzige Möglichkeit ist dort rauszukommen.
Darauf zielte ja auch der Spruch von Freund ab. Letztendlich ist die Alternative dort oft nur Rapper, Kanpfsportler, Gangster oder Fussballprofi.
Und wenn ein Jugendlicher da die richtige Förderung erhält und merkt, dass er eine besondere Begabung hat, dann gibt er natürlich alles. Oft versorgt der dann die gesamte Familie, wenn er es gepackt hat.
Dazu kommt, dass du diese Situation mit dem deutschen Sozialsystem und den Bildungsmöglichkeiten kaum hast. Hier und das ist beim deutschen Sportsystem sehr gut, wird in den NLZ sehr viel Wert auf schulische Bildung gelegt und nicht nur auf den Sport. Übrigens ähnlich an den US-Colleges. Wer nicht gedraftet wird hat dennoch sein Stipendium bekommen und macht in der Regel seinen Hochschulabschluß.
Und wenn ich AT's Beitrag noch kurz aufgreifen darf:
Das ist der Punkt, der mich bei Özil immer am meisten gestört hat. Dass er nur aufgrund der Erfolgsaussichten für Deutschland aktiv war und jetzt, wo er keine Show mehr machen muss, offen seine nationale Präferenz nach außen trägt. Da sind mir Sahin und Calhanoglu zig mal lieber, die sich von vornherein klar zur Türkei bekannt haben und ehrlich waren.
Das sollte aber mMn. jetzt nicht in eine Zuwanderungsdiskussion abgleiten. Die Probleme sind bekannt, das was die Politik will auch und dann muss man sich damit arrangieren, ob es einem passt oder nicht.
Ich bin mir aber relativ sicher, dass wir spätestens in 10-15 Jahren (aufgrund der Flüchtlingsqelle auch aus Afrika) sehr viel mehr dunkelhäutige Spieler in der Bundesliga haben werden. Auch hier gibt es sicher den "deutschen Davies" man muss ihn nur finden und fördern. In Frankreich dauerte es auch nur etwa 20 Jahre nach der großen Zuwanderung aus den ehemaligen Kolonien bis Spieler wie Makelele, Henry oder Vater Thuram Nationalspieler waren. Heute spielen dort kaum noch Akteure ohne Migrationshintergrund.
P.s.: die beiden Namen Moukokko und Jatta habe ich jetzt bewusst mal rausgelassen. Da habe ich meine Meinung zu und die wird sich auch nicht mehr ändern. Aber was soll ich mich aufregen? Letztendlich wird der eine wahrscheinlich schon früher abbauen als andere "Gleichaltrige" und der andere bekäme aufgrund seiner Leistung sowieso ein Sportlervisum. Also letztendlich egal. Einzig die politische Korrektheit in diesen Fällen sehe ich als problematisch an, weil sie bestimmten extremen Gruppen (auch in Fankreisen, da gibt es nicht nur die "Borussenfront", jeder Verein hat solche Grüppchen) nur wieder unnötige Munition liefern. Das Kernproblem dabei bleibt, dass man in solchen Fällen bloß nicht anecken will, "Minderheitenschutz" betreibt, aber jeder halbwegs klar denkende Mensch weiß was los ist. Ich bin mir auch sicher, dass die entsprechenden Personen beim BVB zumindest ahnen was da lief, denn bei der Diskussion haben sie ihn ja schnell eine Altersklasse hochgezogen und nicht mehr für die ganz junge U-N11 abgestellt.
Aber seid drum, wie sagt man so schön "jetzt zählt nur noch auf'm Platz".